Angeblicher Suizid USA machen Venezuelas Regierung für Tod von Oppositionspolitiker verantwortlich

Der Oppositionspolitiker Fernando Albán wurde von der venezolanischen Polizei festgenommen und soll kurz darauf im Gefängnis Selbstmord begangen haben. Die USA haben da eine andere Meinung.

Nicolás Maduro
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Nicolás Maduro


Die USA haben der venezolanischen Regierung eine "Verwicklung" in den Tod des inhaftierten Oppositionspolitikers Fernando Albán vorgeworfen. Das Weiße Haus forderte in einer Erklärung zudem die "sofortige Freilassung aller venezolanischen politischen Gefangenen".

Die Regierung von Staatschef Nicolás Maduro müsse "direkte, glaubhafte Maßnahmen zur Wiederherstellung der Demokratie in Venezuela ergreifen". Washington werde den "Druck auf das Maduro-Regime und seine Seilschaften weiter erhöhen", bis die Demokratie wiederhergestellt sei.

Der 52-jährige Albán war am Freitag festgenommen worden. Er soll an dem fehlgeschlagenen mutmaßlichen Drohnen-Anschlag auf Maduro bei einer Militärzeremonie in Caracas im August beteiligt gewesen sein. Nach offiziellen Angaben nahm sich der Kommunalpolitiker der rechtsgerichteten Partei Primero Justicia (PJ) am Montag das Leben, indem er sich aus dem Geheimdienstgebäude in Caracas stürzte. Die Opposition spricht dagegen von Mord.

Maduro wirft der US-Regierung vor, im Zusammenspiel mit der venezolanischen Opposition seinen Sturz vorbereiten zu wollen. Im September hatte US-Präsident Donald Trump am Rande der UN-Vollversammlung in New York gesagt, Maduro könne "sehr schnell" gestürzt werden, wenn das Militär sich dazu entschlösse.

bam/AFP



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