Vereitelter Anschlag in Bangkok: Irans Amateur-Terroristen

Aus Beirut und Bangkok berichten und Freddy Surachai

Pfusch, Panik, Anfängerfehler: Die mutmaßlichen iranischen Bombenbauer in Thailand sind überraschend amateurhaft vorgegangen. Experten rätseln, warum: Steht das Regime in Teheran so unter Druck, dass es alle Vorsicht außer Acht lässt?

AP

Auf wen es die Bombenbauer von Bangkok abgesehen hatten, steht für den thailändischen Geheimdienst fest: "Diese drei iranischen Männer waren ein Killer-Kommando, und ihre Ziele waren israelische Diplomaten, inklusive dem Botschafter", erklärte am Mittwoch ein hoher Beamter. "Ihr Plan war es, Bomben an den Autos der Diplomaten anzubringen", erläutert der Agent, der anonym bleiben wollte.

Auch Israel hat keine Zweifel mehr an den Plänen der Attentäter: Man könne davon ausgehen, dass die diplomatische Vertretung Ziel der Attentäter war, sagte Itzhak Schomhan, israelischer Botschafter in Thailand. Die in Bangkok entdeckten Sprengsätze ähnelten denen, die bei Anschlägen auf israelische Diplomaten in Indien und Georgien am Montag verwendet worden seien, so Schomhan. In Neu-Delhi wurden vier Menschen verletzt, die Bombe in Georgien konnte entschärft werden.

Die seltsame Anschlagsserie in Indien, Georgien und Bangkok wirft viele Fragen auf. Falls es sich bei allen drei Angriffen tatsächlich um eine konzertierte iranische Aktion gehandelt haben sollte, verwundert vor allem der offenkundige Mangel an Professionalität der Attentäter. Es wirkt fast so, als sei der gefürchtete iranische Geheimdienst die reinste Amateurtruppe. Die vermeintlichen Attentäter begingen Fehler über Fehler, chaotischer geht es kaum.

Besonders dusselig stellte sich die mutmaßliche iranische Terrortruppe in Bangkok an. Ihr Komplott gegen die israelische Vertretung in der thailändischen Hauptstadt flog auf, als sich am Dienstag nur vier Blocks von der Botschaft entfernt mehrere Explosionen ereigneten. Eine erste Detonation beschädigte ein Einfamilienhaus, das sich als Versteck des Terrorteams entpuppte. Die Polizei entdeckte in dem Haus Plastiksprengstoff und weitere Sprengsätze. Auch Magneten, mit denen Bomben an Autos angebracht werden können, wurden gefunden. Offenbar hatten die Männer beim Bombenbau einen Fehler gemacht, weshalb ihr Versteck in die Luft flog.

Dann kam es zu einer bizarren Verfolgungsjagd. Zwei Männer waren nach der ersten Explosion geflohen. Einen Komplizen ließen sie in ihrer Panik zurück: Der floh allein, war aber offenbar bei der Explosion verwundet worden. Er humpelte die Straße entlang, warf erst eine Handgranate auf ein Taxi, dann eine auf die anrückende Polizei. Sie prallte an einem Baum ab und riss dem Attentäter beide Beine ab.

Etwas später wird ein weiterer Verdächtiger am internationalen Flughafen Bangkok festgenommen. Er hatte versucht, nach Malaysia zu entkommen. Der dritte Verdächtige ist weiterhin flüchtig.

Ungewöhnlich schnell stand fest, dass alle drei iranische Staatsangehörige sind: In dem zerstörten Haus wurden iranische Papiere und Geld gefunden. Der am Flughafen Aufgegriffene hatte zudem versucht, mit seinem echten iranischen Pass auszureisen: ein weiterer Anfängerfehler der Attentäter.

Was war das für eine Amateurtruppe?

Vor allem in Israel rätseln die Terrorexperten nun über das stümperhafte Vorgehen der Möchtegern-Killer in Bangkok. Die Israelis fragen sich verwundert: Was ist nur mit unseren Feinden los?

"Das war untypisch für die iranische Kuds-Einheit", schrieb die "Israel Hayom" über den auf Auslandseinsätze spezialisierten Zweig der iranischen Revolutionswächter. Das Bombenteam sei offenbar aus Teheran gedrängt worden, ihre Anschläge zu beschleunigen und habe deshalb Fehler gemacht, mutmaßte "Haaretz": "So eine Hast war bei früheren Entscheidungsfindungen Teherans nicht typisch."

Die überstürzten Attentate - auch die Anschläge in Indien und Georgien wurden übereilt ausgeführt und scheiterten letztlich - seien ein Anzeichen für den enormen politischen Druck, unter dem die Führung in Teheran stehe. Es sehe so aus, als würden die Entscheidungsträger in Iran sich derzeit von Emotionen statt von Kalkül leiten lassen.

In der jüngeren Vergangenheit hatten sich iranische Agenten mehrfach höchst stümperhaft verhalten. Im Herbst vergangenen Jahres sollen Handlanger Teherans ein Mordkomplott gegen den Botschafter Saudi-Arabiens in Washington geschmiedet haben. Dabei sollen sie einem Mittelsmann eines mexikanischen Drogenkartells 1,5 Millionen Dollar geboten haben, wenn dieser ihnen einen Auftragskiller vermittelt, der den Botschafter in einem Washingtoner Restaurant ermorden würde. Doch der Mittelsmann, dem die Männer eine Anzahlung von 100.000 Dollar überwiesen haben sollen, entpuppte sich ausgerechnet als V-Mann der US-Behörden.

Mordanschlag gegen den israelischen Botschafter in Baku geplant

Vergangenen Monat verhafteten die Behörden in Aserbaidschan zwei Einheimische, die zusammen mit einem iranischen Agenten Mordanschläge gegen den israelischen Botschafter in Baku und den dortigen Oberrabbiner der jüdischen Gemeinde geplant haben sollen. Balagardasch Dadaschev, der mutmaßliche iranische Spion, soll seine Helfer dabei nach Iran eingeladen haben, damit sie sich dort Scharfschützengewehre, Pistolen und Sprengstoff besorgten. Das Trio scheint dabei äußerst unvorsichtig gewesen zu sein - die Behörden schlugen zu, bevor die Attentäter zur Feinplanung schreiten konnten.

Auch die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah wird verdächtigt, Anschläge auf israelische Ziele im Ausland zu planen. Sie hat Rache für die Tötung ihres militärischen Anführers Imad Mughnija geschworen, der vor vier Jahren bei der Explosion einer Autobombe in Damaskus ums Leben kam. Die Hisbollah macht Israel für den Mord verantwortlich.

Im Januar hatte die thailändische Polizei auf einen Tipp des israelischen Geheimdiensts hin einen libanesischstämmigen Mann verhaftet, als dieser versuchte, aus Bangkok auszureisen. Tatsächlich führte Atris Hussein die Bangkoker Behörden schließlich zu einer Lagerhalle, in der Tausende Kilo Material zur Herstellung von Sprengstoff lagerten. Unklar ist, wie ihm der israelische Geheimdienst auf die Schliche kam.

Die Anschläge dieser Woche dürften Iran erheblichen außenpolitischen Schaden zugefügt haben. Die Beziehungen zu Thailand dürften nach den Vorfällen vom Dienstag für längere Zeit auf Eis liegen. Auch Indien ist aufgebracht. Damit hat Iran einen seiner wenigen verbliebenen Handelspartner vergrault. Bislang hatte sich Indien nicht dem Ölembargo gegen Iran angeschlossen.

Mit AFP und AP

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1.
tjatjatja 15.02.2012
Zitat von sysopAPPfusch, Panik, Anfängerfehler: Die mutmaßlichen iranischen Bombenbauer in Thailand sind überraschend amateurhaft vorgegangen. Experten rätseln, warum: Steht das Regime in Teheran so unter Druck, dass es alle Vorsicht außer Acht lässt? Vereitelter Anschlag in Bangkok: Irans Amateur-Terroristen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,815457,00.html)
Zweiter "Fals Flag" Versuch nach Mexiko? Hab nichts mit Verschwörungstheorie am Hut, aber ich glaub hier nix mehr.
2. ...
Rodri 15.02.2012
Zitat von sysopAPPfusch, Panik, Anfängerfehler: Die mutmaßlichen iranischen Bombenbauer in Thailand sind überraschend amateurhaft vorgegangen. Experten rätseln, warum: Steht das Regime in Teheran so unter Druck, dass es alle Vorsicht außer Acht lässt? Vereitelter Anschlag in Bangkok: Irans Amateur-Terroristen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,815457,00.html)
Warum sollen das denn Leute des Regimes sein? Die dilletantische Vorgehensweise spricht ziemlich eindeutig dafür, dass Israel da etwas inszeniert hat. Die beauftragen ja auch Iraner um in Iran Wissenschaftler zu ermorden !
3.
thechamelion3@web.de 15.02.2012
Zitat von sysopAPPfusch, Panik, Anfängerfehler: Die mutmaßlichen iranischen Bombenbauer in Thailand sind überraschend amateurhaft vorgegangen. Experten rätseln, warum: Steht das Regime in Teheran so unter Druck, dass es alle Vorsicht außer Acht lässt? Vereitelter Anschlag in Bangkok: Irans Amateur-Terroristen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,815457,00.html)
vieleicht war es ja garnicht der Iran.... mir wuerden da schon Leute einfallen,die intresse an einem Abkuehlen der aussenpolitische Beziehungen des Irans haetten.... Welchen nutzen haette der Iran eigentlich von dem Tod des israelischen Botschafters in Thailand? Ist das nicht eine Perosn die sehr entbehrlich ist?
4. Terror Toelpel
Montanabear 15.02.2012
Zitat von tjatjatjaZweiter "Fals Flag" Versuch nach Mexiko? Hab nichts mit Verschwörungstheorie am Hut, aber ich glaub hier nix mehr.
Was meinen Sie mit "fals(sic) flag Versuch nach Mexiko ? Koennen Sie das ein wenig naeher erklaeren ?
5. und der arme student wird ausgeliefert..zum köpfen in Saudi Arabien..wegen 3 sätzen
BurnOut_Generation 15.02.2012
Zitat von sysopAPPfusch, Panik, Anfängerfehler: Die mutmaßlichen iranischen Bombenbauer in Thailand sind überraschend amateurhaft vorgegangen. Experten rätseln, warum: Steht das Regime in Teheran so unter Druck, dass es alle Vorsicht außer Acht lässt? Vereitelter Anschlag in Bangkok: Irans Amateur-Terroristen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,815457,00.html)
Warum sind die Iraner solche Tölpel...kein Anschlag gelingt ihnen,jedes mal ist CIA und FBI rechtzeitig zur Stelle...wie bei dem offensichtlich nicht ganz gesunden Iraner der in USA seit jahrzehnten gelebt hat und mit "Hilfe der Mexikanischen Mafia einen Anschlag in USA auf einen Saud-Botschafter geplant hat"...gottseidank war die Mexiko Mafia ein FBI Agent und den offensichtlich geisteskranken Mann rechtzeitig gestoppt. Besser machen es Mossad und CIA...in fremden Ländern Wissenschaftler umbringen oder in einem Hotel den Hamas-Mitglied ersticken ...keiner hat sich aufgeregt,nur genüsslich darüber berichtet. Warum sollte Iran die Botschafter töten....die Situation ist nah am Krieg und die Iraner haben nichts besseres zu tun,als einfach aus Rache irgendwelche Israelische Bürger zu töten und damit einen Krieg auslösen...es scheint mehr,dass Israel krampfhaft nach Gründen sucht,um einen militärischen Schlag gegen Iran zu starten und nicht umgekehrt...und wenn Israel erst anfängt,dann werden USA automatisch mit bombardieren...Welches Land kann es sich erlauben offen Anschläge verüben oder Menschen zu töten..und dafür nicht mal rechtfertigen...nur Israel und USA mit ihren Drohnen.
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Bevölkerung: 68,139 Mio.

Fläche: 513.000 km²

Hauptstadt: Bangkok

Staatsoberhaupt: König Bhumibol Adulyadej

Regierungschef: Armeechef Prayuth Chan-ocha (seit 22. Mai 2014)

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Irans Atomprogramm
Streit
Iran unterzeichnete 1968 den Sperrvertrag für Atomwaffen . Dieser erlaubt die zivile Nutzung von Nuklearenergie und die dafür notwendige Forschung einschließlich der Urananreicherung .

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien kontrolliert die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrags; sie erstellt regelmäßig Berichte über das iranische Atomprogramm .

Der Uno-Sicherheitsrat hat in seiner Resolution 1696 vom 31. Juli 2006 Iran erstmals aufgefordert, die Anreicherung von Uran einzustellen; Teheran weigert sich unter Berufung auf den Atomwaffensperrvertrag.

Als Vermittler tritt seit einigen Jahren auch die "EU-Troika" auf, bestehend aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland.

Anlagen
Arak : geplanter Schwerwasserreaktor
Buschehr : Atomkraftwerk, im Mai 2011 nach mehrfachen Terminverschiebungen in Betrieb genommen - zunächst zu Testzwecken. Im September 2011 ging der Reaktor in Regelbetrieb, allerdings noch nicht auf voller Leistung
Isfahan : Forschungsreaktor
Jasd: Uranminen
Natans : Anlage zur Urananreicherung, angeblich mit 6000 Zentrifugen in Betrieb. Im Herbst 2009 gab Iran bekannt, nahe der Stadt Ghom eine zweite Anlage zur Urananreicherung zu besitzen.
Teheran : Forschungsreaktor
Geschichte
1974: Unter Beteiligung von Siemens beginnt bei Buschehr der Bau eines Kernkraftwerks.
1979: Nach der Revolution und der Ausrufung der Islamischen Republik wird das Atomprogramm nicht weiter betrieben.
1980-1988: Im Irak-Iran-Krieg wird der Atomreaktor in Buschehr mehrfach bombardiert und dabei schwer beschädigt.
Neunziger Jahre: Deals auf dem Schwarzmarkt mit Abdul Qadir Khan , Pakistans "Vater der Atombombe"
1995: Abkommen mit Russland zum Wiederaufbau des Atomreaktors von Buschehr
2002: Iranische Oppositionelle im Exil berichten über ein geheimes Atomprogramm.
2003: Iran unterzeichnet das Zusatzprotokoll zum Atomwaffensperrvertrag (bislang aber nicht vom Parlament ratifiziert).
2006: Der Uno-Sicherheitsrat verlangt in seiner Resolution 1696 erstmals den Stopp der Urananreicherung .
Juli 2008: Iran droht bei einem Angriff auf seine Atomanlagen mit militärischen Gegenschlägen. Das Regime testet Schahab-3-Raketen, die auch Ziele in Israel erreichen könnten.
November 2008: Iran hat nach eigenen Angaben die Zahl seiner für die Urananreicherung benötigten Zentrifugen auf 5000 erhöht.
Juni 2009: Iran hat laut Internationaler Atomenergiebehörde IAEA weitere tausend Gaszentrifugen im Atomzentrum Natans in Betrieb genommen und bisher knapp 1,4 Tonnen niedrig angereichertes Uran produziert.
Mai 2010: Nach Verhandlungen mit dem brasilianischen Präsidenten Lula und dem türkischen Regierungschef Erdogan erklärt sich Iran bereit, schwach angereichertes Uran im Ausland zu tauschen. Wenig später kündigt Teheran an, an der umstrittenen Urananreicherung auf 20 Prozent festhalten zu wollen.
Juni 2010: Der Uno-Sicherheitsrat, die EU und die USA beschließen neue Sanktionen gegen Teheran. US-Präsident Obama spricht von den bisher härtesten Sanktionen überhaupt - doch Beobachter bleiben skeptisch, ob die Strafmaßnahmen Erfolg bringen.
Sanktionen
Uno-Sanktionen: Verbot von Waffen- und Nuklearhandel, Einfrieren von Konten, Reisebeschränkungen, verhängt in Resolution 1737 (23.12.2006), Resolution 1747 (24.03.2007), Resolution 1803 (03.03.2008)

Sanktionen der USA: Vollständiger Handels- und Investitionsboykott, beruhend auf Executive Order 12959 von 1995, neue Sanktionen im Juni 2010

Sanktionen der EU: Einschränkungen für Handel und Investitionen, Einfrieren von Vermögen, Reisebeschränkungen, beruhend auf Verordnung (EG) Nr. 423/2007 des Rates (19.04.2007)

Nahost
Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad erklärt, das israelische "Besatzungsregime" müsse "aus den Annalen der Geschichte verschwinden".
Israelische Politiker, darunter auch Kabinettsmitglieder, sprechen sich für präventive Militärschläge gegen Iran aus.
Personen
Said Dschalili , Atomunterhändler seit Oktober 2007
Yukiya Amano , Generaldirektor der IAEA
Der Verhandlungspoker um die Urananreicherung
Oktober 2009: Vertreter Irans, Deutschlands und der fünf Vetomächte im Sicherheitsrat kommen zu Atom-Gesprächen in Genf zusammen.
November 2009: Die IAEA kritisiert in einer Resolution die jahrelang geheim gehaltene iranische Urananreicherungsanlage bei Ghom. Teheran reagiert mit der Ankündigung, zehn neue Uran-Anlagen zu bauen.
Dezember 2009: Iran testet die Mittelstreckenrakete Sedschil 2. Diese habe größere Zielgenauigkeit als das Vorgängermodell Schahab 3.
2. Februar 2010: Ahmadinedschad zeigt sich bereit, auf einen Vorschlag der IAEA einzugehen, der eine Anreicherung iranischen Urans auf 20 Prozent im Ausland vorsieht. Wenige Tage später rudert er wieder zurück.
7. Februar 2010: Iran verkündet, man habe niedrig angereichertes Uran von 3,5 auf 20 Prozent gebracht und sei in der Lage, es auf 80 Prozent anzureichern. Damit könnten Atomwaffen hergestellt werden.
11. Februar 2010: US-Präsident Barack Obama kündigt als Reaktion umfangreiche neue Sanktionen gegen Iran an.
1. April 2010: Nach langem Widerstand gegen neue Sanktionen ist China bereit, sich an den Verhandlungen über den Text einer verschärften Uno-Resolution zu beteiligen.
25. April 2010: Zur Abwehr neuer Sanktionen besucht Irans Außenminister Manutschehr Mottaki Österreich. Gespräche mit dem Chef der IAEA, Yukija Amano, und Österreichs Außenminister Michael Spindelegger bringen jedoch keinen Durchbruch.
17. Mai 2010: Nach Verhandlungen mit Brasilien und der Türkei lenkt Iran ein und will Uran im Ausland anreichern lassen. Doch die internationale Gemeinschaft reagiert skeptisch auf die Ankündigung.
9. Juni 2010: Der Uno-Sicherheitsrat beschließt schärfere Sanktionen gegen Iran. Sie beinhalten weitere Hürden für die iranische Finanzbranche und eine Ausweitung des Waffenembargos. Auch die USA und die EU setzen schärfere Maßnahmen gegen Iran in Kraft.
Januar 2011: Die Atomgespräche zwischen Iran und den westlichen Mächten in Istanbul scheitern. Teheran hatte weiterhin "ein Recht auf Urananreicherung" gefordert.