Verletzte in Murmansk Russisches Militär kämpft gegen Feuer auf Atom-U-Boot

Der Brand auf einem russischen Atom-U-Boot ist offenbar schwerer als angenommen. Sieben Verletzte mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Noch immer kämpfen Rettungskräfte in Murmansk gegen die Flammen - auch im Innern des Schiffs.


Moskau - Verschwommene TV-Aufnahmen zeigen eine gewaltige Rauchsäule über dem Dock, Rettungskräfte haben ihre Wasserkanonen auf die Brandstelle gerichtet: Das Feuer am Rumpf eines Atom-U-Boots im russischen Murmansk ist immer noch nicht gelöscht. Außerdem gab das Militär bekannt, dass sieben Menschen mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden mussten. Am Abend hatten die Behörden noch mitgeteilt, dass keine Menschen zu Schaden gekommen seien.

Eine unbekannte Zahl von Crew-Mitgliedern befindet sich zudem noch im Bauch des Schiffs. Diese kontrollierten ständig Temperatur und Kohlendioxidwerte sowie die Radioaktivität im Innern des U-Boots, zitierte die Nachrichtenagentur Itar-Tass einen Sprecher des Verteidigungsministeriums. Für sie bestehe aber keine Gefahr.

Bei der Reparatur an dem russischen Atom-U-Boot hatte ein Feuer auf dem Werksgelände den Rumpf des Kriegsschiffs in Brand gesetzt. An Bord der "Jekaterinburg" gebe es derzeit allerdings keine Atomwaffen, sagte ein Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums der Agentur Interfax. Auch der abgeschaltete Atomreaktor sei in Sicherheit.

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Russisches U-Boot: Stahlkoloss in Flammen
Das U-Boot in der Werft Rosljakowo in der Region Murmansk liegt in einem Trockendock. Das Feuer brach laut Katastrophenschutzministerium aufgrund einer Missachtung der Vorschriften aus. Den Angaben zufolge hatte Holz auf dem Werksgelände Feuer gefangen, die Flammen griffen dann auf die äußere Hülle des Atom-U-Boots über.

Die "Jekaterinburg" ist ein U-Boot der Delta-IV-Klasse und wurde 1984 gebaut. Es ist nach Angaben russischer Medien 167 Meter lang, zwölf Meter breit und mit Interkontinentalraketen bestückbar.

jok/dapd/Reuters/AP



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