Verlorene US-Drohne: Iran präsentiert das Biest von Kandahar

Blitzeblank und ohne Anzeichen von Schäden  - Iran hat erstmals die US-Drohne vorgestellt, die das Regime in Teheran kürzlich erbeutet hat. Ein Cyberangriff soll den hochmodernen Späher vom Typ RQ-170 vom Himmel geholt haben. Die USA bestreiten das.

REUTERS/ Sepah News

Washington/Teheran - Die USA haben offenbar tatsächlich eine hochmoderne Drohne an Iran verloren. Das legen Aufnahmen des iranischen Staatsfernsehens nahe. Der TV-Sender zeigte am späten Donnerstag Bilder der vermissten RQ-170 Sentinel.

Zu sehen war ein Flugkörper, der offensichtlich keinerlei Beschädigungen aufweist, selbst der strahlendweiße Lack scheint intakt zu sein. Zwei Kommandeure der iranischen Revolutionsgarden untersuchten die Drohne. Am Fuß des unbemannten US-Spähers ist ein Banner zu erkennen, auf dem "Amerika kann einen Dreck tun" steht - ein Zitat des verstorbenen Ajatollah Ruhollah Chomeini. Auf einem zweiten Banner wurden die Sterne der amerikanischen Flagge durch Totenköpfe ersetzt.

Nach Angaben des Brigadegenerals Amir Ali Hadschisadeh wurde die Drohne durch einen Cyberangriff unter iranische Kontrolle gebracht. Spezialisten der Regierung seien sich des "unschätzbaren Werts der technischen Daten" bewusst, die die Drohne liefern könne, erklärte der General.

Fotostrecke

13  Bilder
Iran provoziert Amerika: Die abgestürzte US-Drohne
Ein US-Beamter hatte zuvor erklärt, er bezweifle die Fähigkeit der Iraner, die technischen Daten der Maschine auswerten zu können. In den vergangenen Tagen hatten die Amerikaner auch darauf beharrt, dass den Iranern nur Trümmer in die Hände gefallen seien. Doch das ist offenbar nicht der Fall.

Ein ehemaliger Vertreter der US-Regierung bestätigte der Nachrichtenagentur AP, dass es sich um die vor einigen Tagen verschollene Drohne handelte. Washington dementierte jedoch Berichte aus Teheran, wonach die iranischen Streitkräfte die Drohne durch einen elektronischen Angriff oder den Einsatz von Cyberwaffen vom Himmel geholt hätten.

High-Tech-Drohne aus Afghanistan-Krieg

Die RQ-170 Sentinel ist eine hochmoderne Drohne und wird in Afghanistan seit Jahren verwendet. Eine davon war auch zur Überwachung des Anwesens von Osama Bin Laden verwendet worden. Sie kann sich dank Stealth-Technologie unbemerkt vom Radar bewegen, weitere Details hat die amerikanische Luftwaffe bisher nicht veröffentlicht.

Ihren ersten Einsatz soll die Tarnkappendrohne 2007 vom US-Stützpunkt im afghanischen Kandahar aus unternommen haben. Als einige Zeit später Fotos von dem Flugzeug veröffentlicht wurden, berichtete die Presse über das "Biest von Kandahar". Die amerikanische Luftwaffe räumte die Existenz der Drohne 2009 ein.

Am Donnerstag wurde bekannt, in welchem Auftrag die Drohne unterwegs war. Laut "New York Times" sollte sie für den US-Geheimdienst CIA iranische Atomanlagen orten. Es handele sich um eine der geheimsten Missionen der USA mit dem Ziel, Informationen über Iran zu sammeln. Das berichtete die Zeitung unter Berufung auf ausländische und US-Beamte, die mit der Mission vertraut seien.

Iran hatte am Sonntag erklärt,eine US-Drohne vom Typ RQ-170 abgeschossen zu haben, die ins Grenzgebiet im Osten des Landes eingedrungen sei. Das Pentagon erklärte, keine Informationen zum Abschuss der Drohne vorliegen zu haben. Der Kontakt zu der Drohne ging nach Angaben der Nato im Westen Afghanistans nahe der iranischen Grenze verloren.

Dem iranischen Fernsehen zufolge fing eine "Einheit zur elektronischen Kriegsführung" die Drohne am 4. Dezember ab, als sie über der Stadt Kashmar, rund 225 Kilometer von der afghanischen Grenze entfernt, unterwegs gewesen sei.

fab/dpa/dapd

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 154 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. ...
herr_kleint 09.12.2011
Zitat von sysopWas für eine Demütigung für die Vereinigten Staaten: Irans Staatsfernsehen hat die vermisste US-Drohne gezeigt. Der hochmoderne*Späher vom Typ RQ-170 ist offenbar unbeschädigt - das Regime in Teheran will ihn*durch einen Cyberangriff erbeutet haben. Verlorene US-Drohne: Iran präsentiert das "Biest von Kandahar" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,802618,00.html)
Mittlerweile dementieren die USA schon, dass sie dementieren. Vielleicht einfach mal Hose runter und sagen was Phase ist. Dann klappts auch mit dem nächsten Nobelpreiskandidaten... Dank SPON's Nachrichtenpropaganda bezüglich Iran wird es den Pöbel sowie nicht mehr wundern, wenn morgen der Ami die "Totenkopfstern-White-Stripes"-Flagge von Mahmuds Gartenzaun zieht.
2. Auf den Bildern.....
senfdazu 09.12.2011
Zitat von sysopWas für eine Demütigung für die Vereinigten Staaten: Irans Staatsfernsehen hat die vermisste US-Drohne gezeigt. Der hochmoderne*Späher vom Typ RQ-170 ist offenbar unbeschädigt - das Regime in Teheran will ihn*durch einen Cyberangriff erbeutet haben. Verlorene US-Drohne: Iran präsentiert das "Biest von Kandahar" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,802618,00.html)
...ist eindeutig eine deutsche V1 zu erkennen...... ;o)
3. Eine kriegerische Provokation...
PH-sauer 09.12.2011
Zitat von sysopWas für eine Demütigung für die Vereinigten Staaten: Irans Staatsfernsehen hat die vermisste US-Drohne gezeigt. Der hochmoderne*Späher vom Typ RQ-170 ist offenbar unbeschädigt - das Regime in Teheran will ihn*durch einen Cyberangriff erbeutet haben. Verlorene US-Drohne: Iran präsentiert das "Biest von Kandahar" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,802618,00.html)
... wenn sich das mit dem Cyberangriff bewahrheitet, wäre dies für eine Kriegserklärung ein völlig ausreichender Grund. Daß die USA auch über die Mittel verfügen, einen Radiergummi zu nehmen und den Iran von der Karte zu radieren, scheint die Führung nicht zu wurmen. Für mich zeigt sich an diesem vorgehen, daß die Regierung in Teheran alles andere als sicher im Sattel sitzt und die Spaltung der geistlichen zur weltlichen Führung tiefer geht, als gedacht. Gleichzeitig drückt die Stimmung in der Bevölkerung. Ein Militärschlag der USA würde eben diese Kräfte wieder zusammenrücken lassen.
4. noch nicht in China? Na dann aber....
kaiser443355 09.12.2011
Eine Drohne kann nicht in Gebäude reinspähen. Da iranische Forschungseinrichtungen nicht unter freiem Himmel arbeiten werden ist klar, die Drohne hat Ziele ausgespäht zur unmittelbaren Kriegsvorbereitung. Das sie sich von Afghanistan kommend verirrt hat ist eine offensichtliche Lüge, denn gegen die Taliban bedarf es keiner hochgeheimen und extrem teuren Stealth Drohnen. Offenbar diente die Drohne der Vorbereitung eines weiteren Angriffskrieges. Das ist die einzig plausible Erklärung. Ich gratuliere den Iranern zu ihrem Erfolg und hoffe, das die Drohne mit ihren relevanten Komponenten schnellstmöglich ihren Weg nach Russland und China findet.
5. unglaublich
Sackaboner 09.12.2011
Entweder die Drohne enthält keine technisch brisanten Geheimnisse, oder die Amerikaner waren blauäugiger als gedacht. Denn nichts ist simpler, als eine Sperre einzubauen, die die Elektronik verschmoren lässt, sobald die Kontrolle durch den "Besitzer" verloren geht.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Politik
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Ausland
RSS
alles zum Thema USA
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 154 Kommentare

Fläche: 1.648.195 km²

Bevölkerung: 74,962 Mio.

Hauptstadt: Teheran

Staatsoberhaupt und Religionsführer:
Ajatollah Ali Chamenei

Staats- und Regierungschef:
Hassan Rohani

Mehr auf der Themenseite


Republik Iran
Land
REUTERS
Die Islamische Republik Iran ist mit einer Fläche von rund 1,7 Millionen Quadratkilometern fünfmal so groß wie Deutschland. Das Land besitzt nach Russland die zweitgrößten Erdgasreserven der Welt, beim Erdöl steht Iran auf Platz drei und ist derzeit nach Saudi-Arabien der größte Produzent innerhalb der Opec.
Politik
dpa
Seit der Islamischen Revolution von 1979 haben der Revolutionsführer, aktuell Ajatollah Ali Chamenei (Bild), und der Wächterrat die größte Macht im Staat. Der Wächterrat kontrolliert die Kandidaten für Wahlen. Der Regierungschef ist der gewählte Präsident - seit August 2013 Hassan Rohani.
Leute
Corbis
Iran hat rund 75 Millionen Einwohner. Auf dem Uno-Index menschlicher Entwicklung (HDI) für 179 Staaten belegt Iran Platz 76 (Deutschland ist auf Platz 5). Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 73 Jahren (zum Vergleich: Die Lebenserwartung in Deutschland liegt bei 80 Jahren).
Wirtschaft
REUTERS
Die Wirtschaftsleistung pro Kopf betrug 2008 laut einer Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) rund 5200 Dollar. Begünstigt vom hohen Ölpreis wuchs die Wirtschaft zuletzt um etwa sechs Prozent. Neben der Arbeitslosenquote, die laut inoffiziellen Schätzungen bei etwa 30 Prozent liegt, ist die Inflation eines der größten wirtschaftlichen Probleme. 2008 soll sie bei fast 30 Prozent gelegen haben, für 2009 rechnet der IWF mit 25 Prozent. Im Jahr 2005 machten Teherans Ausgaben für das Militär laut Uno-Statistiken 5,8 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung aus (Deutschland: 1,4 Prozent).
Menschenrechte
REUTERS
Nach China ist Iran das Land, in dem die meisten Todesurteile vollstreckt werden. Laut Amnesty International wurden 2009 mindestens 388 Menschen hingerichtet, das waren 42 Hinrichtungen mehr als im Vorjahr. Der Uno zufolge saßen 2007 pro 100.000 Einwohner 214 Menschen im Gefängnis (in Deutschland sind es 95). Korruption ist in Iran weit verbreitet. Auf dem weltweiten Index von Transparency International nimmt Iran 2009 bei 180 beobachteten Staaten den 168. Rang ein (Deutschland: 14).
Irans Atomprogramm
Streit
AP
Iran unterzeichnete 1968 den Sperrvertrag für Atomwaffen . Dieser erlaubt die zivile Nutzung von Nuklearenergie und die dafür notwendige Forschung einschließlich der Urananreicherung .

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien kontrolliert die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrags; sie erstellt regelmäßig Berichte über das iranische Atomprogramm .

Der Uno-Sicherheitsrat hat in seiner Resolution 1696 vom 31. Juli 2006 Iran erstmals aufgefordert, die Anreicherung von Uran einzustellen; Teheran weigert sich unter Berufung auf den Atomwaffensperrvertrag.

Als Vermittler tritt seit einigen Jahren auch die "EU-Troika" auf, bestehend aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland.

Anlagen
Arak : geplanter Schwerwasserreaktor
Buschehr : Atomkraftwerk, im Mai 2011 nach mehrfachen Terminverschiebungen in Betrieb genommen - zunächst zu Testzwecken. Im September 2011 ging der Reaktor in Regelbetrieb, allerdings noch nicht auf voller Leistung
Isfahan : Forschungsreaktor
Jasd: Uranminen
Natans : Anlage zur Urananreicherung, angeblich mit 6000 Zentrifugen in Betrieb. Im Herbst 2009 gab Iran bekannt, nahe der Stadt Ghom eine zweite Anlage zur Urananreicherung zu besitzen.
Teheran : Forschungsreaktor
Geschichte
1974: Unter Beteiligung von Siemens beginnt bei Buschehr der Bau eines Kernkraftwerks.
1979: Nach der Revolution und der Ausrufung der Islamischen Republik wird das Atomprogramm nicht weiter betrieben.
1980-1988: Im Irak-Iran-Krieg wird der Atomreaktor in Buschehr mehrfach bombardiert und dabei schwer beschädigt.
Neunziger Jahre: Deals auf dem Schwarzmarkt mit Abdul Qadir Khan , Pakistans "Vater der Atombombe"
1995: Abkommen mit Russland zum Wiederaufbau des Atomreaktors von Buschehr
2002: Iranische Oppositionelle im Exil berichten über ein geheimes Atomprogramm.
2003: Iran unterzeichnet das Zusatzprotokoll zum Atomwaffensperrvertrag (bislang aber nicht vom Parlament ratifiziert).
2006: Der Uno-Sicherheitsrat verlangt in seiner Resolution 1696 erstmals den Stopp der Urananreicherung .
Juli 2008: Iran droht bei einem Angriff auf seine Atomanlagen mit militärischen Gegenschlägen. Das Regime testet Schahab-3-Raketen, die auch Ziele in Israel erreichen könnten.
November 2008: Iran hat nach eigenen Angaben die Zahl seiner für die Urananreicherung benötigten Zentrifugen auf 5000 erhöht.
Juni 2009: Iran hat laut Internationaler Atomenergiebehörde IAEA weitere tausend Gaszentrifugen im Atomzentrum Natans in Betrieb genommen und bisher knapp 1,4 Tonnen niedrig angereichertes Uran produziert.
Mai 2010: Nach Verhandlungen mit dem brasilianischen Präsidenten Lula und dem türkischen Regierungschef Erdogan erklärt sich Iran bereit, schwach angereichertes Uran im Ausland zu tauschen. Wenig später kündigt Teheran an, an der umstrittenen Urananreicherung auf 20 Prozent festhalten zu wollen.
Juni 2010: Der Uno-Sicherheitsrat, die EU und die USA beschließen neue Sanktionen gegen Teheran. US-Präsident Obama spricht von den bisher härtesten Sanktionen überhaupt - doch Beobachter bleiben skeptisch, ob die Strafmaßnahmen Erfolg bringen.
Sanktionen
REUTERS
Uno-Sanktionen: Verbot von Waffen- und Nuklearhandel, Einfrieren von Konten, Reisebeschränkungen, verhängt in Resolution 1737 (23.12.2006), Resolution 1747 (24.03.2007), Resolution 1803 (03.03.2008)

Sanktionen der USA: Vollständiger Handels- und Investitionsboykott, beruhend auf Executive Order 12959 von 1995, neue Sanktionen im Juni 2010

Sanktionen der EU: Einschränkungen für Handel und Investitionen, Einfrieren von Vermögen, Reisebeschränkungen, beruhend auf Verordnung (EG) Nr. 423/2007 des Rates (19.04.2007)

Nahost
dpa
Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad erklärt, das israelische "Besatzungsregime" müsse "aus den Annalen der Geschichte verschwinden".
Israelische Politiker, darunter auch Kabinettsmitglieder, sprechen sich für präventive Militärschläge gegen Iran aus.
Personen
Said Dschalili , Atomunterhändler seit Oktober 2007
Yukiya Amano , Generaldirektor der IAEA
Der Verhandlungspoker um die Urananreicherung
Oktober 2009: Vertreter Irans, Deutschlands und der fünf Vetomächte im Sicherheitsrat kommen zu Atom-Gesprächen in Genf zusammen.
November 2009: Die IAEA kritisiert in einer Resolution die jahrelang geheim gehaltene iranische Urananreicherungsanlage bei Ghom. Teheran reagiert mit der Ankündigung, zehn neue Uran-Anlagen zu bauen.
Dezember 2009: Iran testet die Mittelstreckenrakete Sedschil 2. Diese habe größere Zielgenauigkeit als das Vorgängermodell Schahab 3.
2. Februar 2010: Ahmadinedschad zeigt sich bereit, auf einen Vorschlag der IAEA einzugehen, der eine Anreicherung iranischen Urans auf 20 Prozent im Ausland vorsieht. Wenige Tage später rudert er wieder zurück.
7. Februar 2010: Iran verkündet, man habe niedrig angereichertes Uran von 3,5 auf 20 Prozent gebracht und sei in der Lage, es auf 80 Prozent anzureichern. Damit könnten Atomwaffen hergestellt werden.
11. Februar 2010: US-Präsident Barack Obama kündigt als Reaktion umfangreiche neue Sanktionen gegen Iran an.
1. April 2010: Nach langem Widerstand gegen neue Sanktionen ist China bereit, sich an den Verhandlungen über den Text einer verschärften Uno-Resolution zu beteiligen.
25. April 2010: Zur Abwehr neuer Sanktionen besucht Irans Außenminister Manutschehr Mottaki Österreich. Gespräche mit dem Chef der IAEA, Yukija Amano, und Österreichs Außenminister Michael Spindelegger bringen jedoch keinen Durchbruch.
17. Mai 2010: Nach Verhandlungen mit Brasilien und der Türkei lenkt Iran ein und will Uran im Ausland anreichern lassen. Doch die internationale Gemeinschaft reagiert skeptisch auf die Ankündigung.
9. Juni 2010: Der Uno-Sicherheitsrat beschließt schärfere Sanktionen gegen Iran. Sie beinhalten weitere Hürden für die iranische Finanzbranche und eine Ausweitung des Waffenembargos. Auch die USA und die EU setzen schärfere Maßnahmen gegen Iran in Kraft.
Januar 2011: Die Atomgespräche zwischen Iran und den westlichen Mächten in Istanbul scheitern. Teheran hatte weiterhin "ein Recht auf Urananreicherung" gefordert.

Fotostrecke
Iran: Vom Königreich zur Islamischen Republik