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Verunglückter Rechtspopulist: Haider soll Geheimkonten in Liechtenstein geführt haben

Der 2008 tödlich verunglückte österreichische Rechtspopulist Jörg Haider soll hohe Geldbeträge in Liechtenstein geparkt haben: Einem Magazinbericht zufolge hatte er zwischenzeitlich 45 Millionen Euro auf Konten in dem Fürstentum.

Der 2008 tödlich verunglückte Jörg Haider: Geheimkonten in Liechtenstein Zur Großansicht
REUTERS

Der 2008 tödlich verunglückte Jörg Haider: Geheimkonten in Liechtenstein

Klagenfurt - Die Ermittlungen im Fall der Bank Hypo Group Alpe Adria (HGAA) werfen nun auch ein neues Licht auf das Finanzgebaren des verstorbenen österreichischen Rechtspopulisten Jörg Haider. Ermittler aus Österreich, Deutschland und der Schweiz seien im Zuge von Nachforschungen zum Kauf der HGAA durch die Bayerische Landesbank 2007 auf Briefkastenfirmen im Fürstentum gestoßen, die Haider zuzurechnen seien, berichtete das österreichische Nachrichtenmagazin "Profil" am Samstag in seiner Online-Ausgabe.

Über die Zweckgesellschaften, die von liechtensteinischen Treuhändern eingerichtet worden seien, hatte Haider laut "Profil" zeitweise Zugriff auf 45 Millionen Euro. Aktuell seien wohl nur noch fünf Millionen Euro verfügbar.

Unter Berufung auf Haiders Umfeld schreibt das Magazin, der Politiker habe bereits 2004 über den Verlust von Millionen geklagt, die ein Vertrauter bei Spekulationsgeschäften in den Sand gesetzt habe. Haiders ehemaliger Pressesprecher Stefan Petzner sagte der Nachrichtenagentur APA, er könne den Bericht weder bestätigen noch dementieren. "Dazu gebe ich keinen Kommentar ab." Die von "Profil" genannten Summen erschienen ihm auf jeden Fall unrealistisch, erklärte Petzner weiter: "Ich glaube, dass eventuell Schilling mit Euro verwechselt wurden", zitierte APA Haiders ehemaligen Sprecher.

Auch die Witwe des Politikers, Claudia Haider, sagte, sie wisse nichts von der Angelegenheit. In den Ermittlungen zum Verkauf der Kärntner HGAA wird auch Haiders Rolle untersucht, weil er damals Landeshauptmann des Bundeslandes Kärnten war.

Haider war bis zu seinem Unfalltod außerdem Parteichef des Bündnisses Zukunft Österreich (BZÖ), das er nach seinem Bruch mit der Freiheitlichen Partei (FPÖ) gegründet hatte.

Haider war im Oktober 2008 im Alter von 58 Jahren bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Der Politiker war betrunken mit überhöhter Geschwindigkeit gegen einen Betonpfeiler gerast. Der Rechtspopulist war sehr umstritten, da er während seiner politischen Laufbahn auch über die Grenzen Österreichs hinaus mit zahlreichen Äußerungen zum Nationalsozialismus für Empörung sorgte.

hen/apn/AFP

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 18 Beiträge
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1. muß ich das jetzt glauben?
harrybr 31.07.2010
Zitat von sysopDer 2008 tödlich verunglückte österreichische Rechtspopulist Jörg Haider soll hohe Geldbeträge in Liechtenstein geparkt haben: Einem Magazinbericht zufolge hatte er zwischenzeitlich 45 Millionen Euro auf Konten in dem Fürstentum. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,709509,00.html
oder gabs da nicht ein paar Ungereimtheiten?
2. oT
johndv 31.07.2010
So wie es ausschaut, gehört das Geld jetzt niemandem. Seine Witwe hat hat keine Ahnung und bei der Erbschaftssteuer wurde das Geld nicht angegeben. Der Petzner angeblich auch nicht und der fragt sich sowieso ob nicht Euro und Schilling verwechselt werden. Die BZÖ und FPÖ erheben auch keine Ansprüche, sie können ja schlecht zugeben das es eine schwarze Parteikasse gab, sind sie doch der Hort der aufrechten und anständigen Bürger. Eine blöde Sache mit dem Schwarzgeld, kein Wunder das seine Parteifreunde gegen den Ankauf der Steuer-CD waren. Vielleicht sollte man es dem österreichischen Steuerzahler zurückgeben.
3. .
GBS, 31.07.2010
Zitat von sysopDer 2008 tödlich verunglückte österreichische Rechtspopulist Jörg Haider soll hohe Geldbeträge in Liechtenstein geparkt haben: Einem Magazinbericht zufolge hatte er zwischenzeitlich 45 Millionen Euro auf Konten in dem Fürstentum. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,709509,00.html
Rund 40 Mio nicht zuordenbaren Geldes sind also verschwunden? Und was war gleich noch mal der Grund für Haiders tödlichen Unfall?
4. Haider...
glücklicher südtiroler 31.07.2010
Zitat von sysopDer 2008 tödlich verunglückte österreichische Rechtspopulist Jörg Haider soll hohe Geldbeträge in Liechtenstein geparkt haben: Einem Magazinbericht zufolge hatte er zwischenzeitlich 45 Millionen Euro auf Konten in dem Fürstentum. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,709509,00.html
Danke für den guten Artikel... :) Und hier das Orginal... http://www.profil.at/articles/1030/560/274405/exklusiv-haider-45-millionen-euro-liechtenstein Inwieweit Haider's Verstrickungen bis nach Liechtenstein reichen und wie die Summen und Verantwortlichkeiten konkret aussehen, werden Staatsanwaltschaften dreier Länder( Österreich, Deutschland und das Fürstentum liechtenstein) und Finanzpolizei ermitteln... Tatsache ist bereits, daß im Zuge des HGAA-Bayrische Landesbank-Skandals die ganze Misere der FPÖ/BZÖ Regierung Kärntens offen zu Tage trat, so daß der Österreichische Staat gezwungen war Land und Bank zu retten und die HGAA zu verstaatlichen... Einen Teil der komplizierten Verhältnisse... http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/529258/index.do?_vl_backlink=/home/wirtschaft/economist/526125/index.do&direct=526125 ...und warum man die Bank retten und verstaatlichen mußte... "Die Haftung in Höhe von 18 Mrd Euro war eine Riesenbedrohung für die Bilanzierung der gesamten Republik. Es gab und gibt große Bedenken hinsichtlich einer Insolvenz, da mit einer Destabilisierung des Bankensektors über Österreich hinaus gerechnet werden musste. Da es sich bei der Hypo Alpe Adria um eine systemrelevante Bank handelt, gab es ein enormes Bedrohungspotenzial. Deswegen haben sich in den letzten Stunden der Verhandlungen die Notenbank-Gouverneure und an der Spitze auch der EZB-Chef Trichet eingeschaltet, um dieses Bedrohungsszenario für Europa zu skizzieren." http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/528560/index.do?direct=528698&_vl_backlink=/home/chat/528556/index.do&selChannel= Das mal zur Finanzkompetenz von FPÖ/BZÖ... Diese Leute; das heutige Personal der Partei ist eher noch problematischer und inkompetenter als das alte wie der monatelange Rosenkrieg zwischen FPÖ und BZÖ zeigt; haben das Land Kärnten und damit auch Österreich tief in Probleme hineingeritten... Die Reinigung wird noch lange dauern und der Imageschaden wird sich wohl erst nach Jahren beheben lassen... Der untote Haider mit seinen wenig noblen Hinterlassenschaften wird noch lange das heutige Personal belasten und verhindern, daß die FPÖ sich mit kompetenteren Leuten zu einer konservativ-liberalen, modernen Partei entwickeln kann; bleiben werden ihr nur schlagenden Burschenschafter und einige Ewiggestrige, die sonst ohnehin politisch heimatlos wären... Welch eine Funktion; als politischer Recyclinghof... Viele Grüße aus Südtirol...
5. das ist typisch
DerBlicker 31.07.2010
Zitat von sysopDer 2008 tödlich verunglückte österreichische Rechtspopulist Jörg Haider soll hohe Geldbeträge in Liechtenstein geparkt haben: Einem Magazinbericht zufolge hatte er zwischenzeitlich 45 Millionen Euro auf Konten in dem Fürstentum. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,709509,00.html
einen auf rechten Saubermann machen, aber selbst Millionen beiseite schaffen, gegen Schwule hetzen, aber selbst in Schwulenkneipen verkehren. Es ist immer dasselbe, warum nur fallen die Menschen immer wieder auf solche Politiker herein?
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