Ungarn Nachwahl entscheidet über Orbáns Zweidrittelmehrheit

Die rechtskonservative Partei Fidesz regiert in Ungarn mit knapper Zweidrittelmehrheit. Das könnte sich jedoch nach einer am Sonntag laufenden Nachwahl ändern. Premier Orbán hatte versucht, die Bedeutung des Urnengangs herunterzuspielen.

Ungarns Premier Viktor Orbán: Muss um Zweidrittelmehrheit bangen
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Ungarns Premier Viktor Orbán: Muss um Zweidrittelmehrheit bangen


Veszprém - In der westungarischen Stadt Veszprém entscheiden die Bürger am Sonntag über einen vakanten Parlamentssitz. Von dieser Nachwahl hängt ab, ob die Regierungspartei Fidesz des rechtskonservativen Ministerpräsidenten Viktor Orbán ihre knappe Zweidrittelmehrheit im Parlament halten kann. Die Wahllokale sollen um 19 Uhr schließen. Mit Ergebnissen wird am späten Abend gerechnet.

Erforderlich wurde die Nachwahl, weil der bisherige Mandatsträger Tibor Navracsics als EU-Kommissar nach Brüssel ging. Die Regierungspartei Fidesz schickte den Vizebürgermeister von Veszprém, Lajos Nemedi, ins Rennen. Die linke und liberale Opposition unterstützte den parteilosen Lehrer Zoltan Kesz. Insgesamt bewarben sich zwölf Kandidaten um den Parlamentssitz.

Regierungschef Orbán hatte die Bedeutung der Nachwahl heruntergespielt. Zugleich ließ er ankündigen, dass die Regierung in Veszprém eine neue Schwimmhalle im Wert von 13 Millionen Euro bauen werde.

wbr/dpa

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