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Vor dem G-20-Treffen: Polizei löst nicht genehmigte Anti-Gipfel-Demo auf

Unmittelbar vor dem G-20-Treffen in Pittsburgh ist es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Verletzt wurde niemand. Tausende Sicherkräfte sind vor Ort, um während des Mächtigen-Gipfels für Ordnung zu sorgen.

Proteste: Ein Demonstrant versucht eine Nebelgranate der Polizei wegzuschießen Zur Großansicht
AFP

Proteste: Ein Demonstrant versucht eine Nebelgranate der Polizei wegzuschießen

Pittsburgh - Während die ersten internationalen Politiker zum G-20-Gipfel im amerikanischen Pittsburgh eintreffen, musste dort bereits eine nicht genehmigte Demonstration aufgelöst werden. Es kam zu Rangeleien zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften, sogar Pfefferspray-ähnliches Gas setzte die Polizei ein, um die Kundgebungsteilnehmer auseinanderzutreiben.

Vermummte schleuderten sie den Sicherheitskräften Müllcontainer entgegen, nachdem sie aufgefordert worden waren, den Protest zu beenden. Die Polizei antwortete mit einer Nebelgranate, wie der Lokalsender KDKA berichtete. Ein Demonstrant sei wegen "zivilen Ungehorsams" festgenommen worden, sagte Don Accamando von der US-Nationalgarde. Über Verletzte wurde zunächst nichts bekannt.

Die rund 1000 Gipfel-Gegner hatten sich zuvor unter Bewachung der Polizei in einem Park in der Innenstadt versammelt, um zum Austragungsort des Spitzentreffens zu ziehen. Sie setzten sich damit über ein Verbot der Behörden hinweg, die Kundgebungen nur in eigens dafür vorgesehenen Bereichen genehmigten. Der Marsch wurde abgebrochen.

Die Polizei von Pittsburgh hat für das zweitägige Treffen der 20 stärksten Wirtschaftsmächte Verstärkung von etwa 4000 Polizeibeamten aus anderen US-Städten erhalten. An mehreren Stellen in der Innenstadt errichteten die Sicherheitskräfte Straßensperren.

can/AFP/dpa-AFX/Reuters

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Forum - G-20-Gipfel in Pittsburgh - ein Erfolg?
insgesamt 282 Beiträge
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1. Leistung muss sich lohnen
wunhtx 15.09.2009
Der Gipfel in Pittsburgh muss eine Klärung auf der internationalen Ebene bringen, wie Zertifikate und dergl. weltweit geprüft und auf dem Markt gebracht werden dürfen. Bei den Managergehälter sehe ich keinerlei Grund in die Rechte eines Unternehmens einzugreifen. Allerdings ist ein Konsens erforderlich, dass nur die Mitgliederversammlung das Gehaltsgefüge bestimmen kann. Bei den Boni sehe ich nur Änderungsbedarf darin, dass Boni künftig erst nach 3 oder 5 Jahren ausgezahlt wird, um nur Boni nach langfristigen Betriebsentwicklungen zu zahlen. Allerdings tut sich hier ein durchaus rechtliches Problem auf. Kann ich einem Manager den Boni nach drei Jahren Wartezeit verweigern, wenn das Betriebsergebnis durch Eingriffe des Staates in das Steuerrecht oder nehmen wir den Fall Opel, der Absatz der Konkurrenzprodukte und der Gewinn z.B. von VW sinkt, weil Opel durch Finanzhilfen den Mitbewerbern den Umsatz und Gewinn kaputt macht ?
2. Der Gipfel: Die Globalisierung der Lobbyisten!
Viva24 15.09.2009
Dem Gipfel ist doch bereits ein Treffen vorausgegagngen. Leider an der Presse vorbei. Die Lobbyisten Banken und Versicherungen haben doch bereits wieder erheblich in die Unterstützung politischer Parteien weltweit reagiert und getagt? Also, nun sind die Spenden an die Parteieien eine internationale Angelegenheit. Hoffe, die neuen dürfen auch mal im Kanzleramt speisen!
3.
lupenrein 15.09.2009
An diesem Gipfel nehmen die Bankenvertreter schon mal gar nicht teil. Sie müssen das ja auch nicht tun, weil ihre Befehlsempfänger stellvertretend agieren. Was deshalb zu erwarten ist, kann sich jeder denkende Mensch selbst ausmalen.
4.
Paradoxin, 15.09.2009
Zitat von sysopWas erwarten Sie vom Gipfel? Sollen Manager-Boni gekürzt werden? Wann sollen die Staaten ihre Konjunkturprogramme wieder herunter fahren?
Gut Essen,lecker trinken,und schön schlafen für unsere G20 Gipfelstürmer. Ansonsten bleibt alles wie gehabt!
5. Passieren
rempfi, 16.09.2009
wird gar nichts, und sollte wider Erwarten doch etwas geschehen, dann so, daß es weder die Finanzbranche noch die Manager trifft. So sieht es aus. Es wird Zeit, daß die Menschen verstehen, daß Sie aufstehen müssen und so lange alles lahmlegen, bis diese Beulenpest kuriert ist. Nein wir brauchen KEINEN Kommunismus, sondern wir brauchen von Finanz- und Wirtschaftsbranche UNABHÄNGIGE Politiker mit EIERN in der Hose und dem WILLEN und der ÜBERZEUGUNG dies auch OHNE die ANDEREN LÄNDER zu tun. Aber Merkelinchen hat weder Eier in der Hose, schon genetisch bedingt, noch den Willen. Oder glaubt irgendeiner hier, jemand der Abendessen für die sog. "Eliten" ausrichtet, würde GEGEN diese etwas unternehmen ?
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