Vorwahl in South Carolina: Obama triumphiert über Clinton

Wichtiger Sieg für Barack Obama: Der Rivale von Hillary Clinton hat die Vorwahlen der Demokraten im Schlüsselstaat South Carolina deutlich gewonnen - vor allem wegen der Stimmen farbiger Bürger. Die frühere First Lady landet abgeschlagen auf Platz zwei.

Washington - Die letzten Vorwahllokale waren noch nicht geschlossen, da stand es um 1 Uhr in dieser Nacht schon fest: Barack Obama würde die Vorwahlen der Demokraten in South Carolina gewinnen. Mehrere US-Medien verkündeten ihn als klaren Sieger. Rivalin Hillary Clinton kommt in dem wichtigen Staat im Süden der USA mit deutlichem Abstand auf Platz zwei, vor dem dritten Bewerber John Edwards.

Gewinner Obama (im Wahlkampf in South Carolina): Der zweite Sieg
REUTERS

Gewinner Obama (im Wahlkampf in South Carolina): Der zweite Sieg

Für Obama ist es ein wichtiger Sieg, nachdem er bisher nur die Vorwahlen in Iowa klar für sich entschieden hatte. Der bevorstehende sogenannte Super-Dienstag am 5. Februar, an dem in 22 US-Staaten Vorwahlen stattfinden, wird damit endgültig zum Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Kontrahenten. Clinton verließ South Carolina noch in der Nacht nach Tennessee, einem der 22 Staaten.

Der Wahlkampf zwischen ihnen in South Carolina drehte sich auch stark um die Politik für farbige US-Bürger - rund jeder zweite Vorwähler in dem Staat ist farbig. Obama konnte laut ersten CNN-Analysen 81 Prozent von deren Stimmen auf sich vereinen. Clinton bekam von ihnen nur 18 Prozent.

Einen Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Wählern gab es dabei nicht - Clinton konnte von ihrem Frauen-Bonus nicht profitieren.

Bei den weißen Bürgern war Clinton ersten Analyse zufolge nur bei weiblichen Vorwählern auf dem ersten Platz (42 Prozent). Bei männlichen siegte Edwards (44 Prozent).

Es war die erste Vorwahl der Demokraten im Süden der USA, der eine besondere Rolle in den Wahlkämpfen spielt - vor allem auch, was die Rolle von farbigen Wählern betrifft.

Die Auseinandersetzung zwischen Clinton und Obama war zuletzt von scharfen Angriffen geprägt. Beide Seiten erhoben Anschuldigungen, die Gegenseite greife zu unwahren Behauptungen und Verunglimpfungen. Inhaltlich schoben sich angesichts der Turbulenzen in der globalen Finanzkrise und einer drohenden Rezession in den USA auch Wirtschaftsfragen in den Vordergrund.

plö/Reuters/dpa/AP/AFP

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