Washington - Die letzten Vorwahllokale waren noch nicht geschlossen, da stand es um 1 Uhr in dieser Nacht schon fest: Barack Obama würde die Vorwahlen der Demokraten in South Carolina gewinnen. Mehrere US-Medien verkündeten ihn als klaren Sieger. Rivalin Hillary Clinton kommt in dem wichtigen Staat im Süden der USA mit deutlichem Abstand auf Platz zwei, vor dem dritten Bewerber John Edwards.

Gewinner Obama (im Wahlkampf in South Carolina): Der zweite Sieg
Der Wahlkampf zwischen ihnen in South Carolina drehte sich auch stark um die Politik für farbige US-Bürger - rund jeder zweite Vorwähler in dem Staat ist farbig. Obama konnte laut ersten CNN-Analysen 81 Prozent von deren Stimmen auf sich vereinen. Clinton bekam von ihnen nur 18 Prozent.
Einen Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Wählern gab es dabei nicht - Clinton konnte von ihrem Frauen-Bonus nicht profitieren.
Bei den weißen Bürgern war Clinton ersten Analyse zufolge nur bei weiblichen Vorwählern auf dem ersten Platz (42 Prozent). Bei männlichen siegte Edwards (44 Prozent).
Es war die erste Vorwahl der Demokraten im Süden der USA, der eine besondere Rolle in den Wahlkämpfen spielt - vor allem auch, was die Rolle von farbigen Wählern betrifft.
Die Auseinandersetzung zwischen Clinton und Obama war zuletzt von scharfen Angriffen geprägt. Beide Seiten erhoben Anschuldigungen, die Gegenseite greife zu unwahren Behauptungen und Verunglimpfungen. Inhaltlich schoben sich angesichts der Turbulenzen in der globalen Finanzkrise und einer drohenden Rezession in den USA auch Wirtschaftsfragen in den Vordergrund.
plö/Reuters/dpa/AP/AFP
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