Vorwahlen der US-Republikaner Santorum vermasselt Romney den Super Tuesday

Es sollte der Tag der Entscheidung werden, am Super Tuesday wollte sich Mitt Romney zum Sieger im Kandidatenrennen der US-Republikaner küren. Doch das ging daneben. Dem Multimillionär gelang es nicht, sich von seinem ärgsten Rivalen abzusetzen, dem erzkonservativen Rick Santorum.

REUTERS

Washington/Hamburg - Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zuletzt, am Ende hatte Mitt Romney im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner leicht die Nase vorn. Er sicherte sich am Super Tuesday zuerst den Sieg in den Bundesstaaten Massachusetts, Virginia, Vermont und Idaho. Schließlich setzte er sich auch im symbolisch wichtigen "Swing State" Ohio durch, der über Stunden zwischen ihm und seinem Widersacher Rick Santorum hart umkämpft war (Lesen Sie hier das Minutenprotokoll des Livetickers).

Santorum gewann allerdings in Oklahoma, Tennessee und North Dakota. Sowohl Romney, der ehemalige Gouverneur von Massachusetts, als auch der erzkonservative Ex-Senator Santorum konnten damit am bisher wichtigsten Vorwahltag zwar punkten, doch ein klarer Sieger ist nicht zu erkennen. Somit bleibt es weiter völlig offen, wen die Partei als Kandidat gegen den demokratischen Amtsinhaber Barack Obama aufstellen wird.

Ex-Parlamentspräsident Newt Gingrich gewann lediglich in seinem Heimatstaat Georgia, will aber trotzdem im Rennen bleiben. Nach dem Sieg in seiner Heimatstaat setze er nun auf die anstehenden Abstimmungen in den Südstaaten Alabama und Mississippi sowie im Bundesstaat Kansas. Auch der radikalliberale Kongressabgeordnete Ron Paul erweckte nicht den Eindruck, in näherer Zukunft aufgeben zu wollen.

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US-Republikaner: Duell am Super Tuesday
Bei einem Auftritt in Steubenville, Ohio, feierte sich Santorum als Sieger des Tages. Er stellte sich in seiner Rede als Außenseiter dar, der trotz geringer Ausgangschancen - vor allem wegen mangelnder finanzieller Ausstattung - dennoch große Erfolge feiern kann. "Es gibt Menschen, die glauben, dass Amerikas beste Tage hinter uns liegen", sagte Santorum. Er sehe das anders. Seine Fans jubeln und klatschen. "Große Dinge müssen in diesem Land passieren, um uns wieder vom Rand der Zahlungsunfähigkeit wegzubringen." Und: "Es ist eine große Nacht", rief er in die Menge. "Wir sind bereit, im ganzen Land zu gewinnen."

Romney seinerseits präsentierte sich demonstrativ als Herausforderer von Präsident Barack Obama. "Ich stehe bereit, unser Land zum Wohlstand zu führen", sagte er am Dienstagabend vor jubelnden Anhängern in Boston. "Ich habe eine Botschaft: Ihr habt nicht versagt. Ihr habt einen Präsidenten, der euch nicht gerecht geworden ist. Das wird sich ändern." Er gab sich siegessicher: "Ich werde diese Nominierung bekommen."

Palin plaudert über mögliches Comeback

Für einen denkwürdigen Auftritt sorgte ein weiteres Mal Tea-Party-Ikone Sarah Palin. In einem Interview mit dem Nachrichtensender CNN, der sie bei ihrer Stimmabgabe in Alaska überraschend vor die Kamera bekam, sprach die republikanische Vize-Kandidatin von 2008 über ihre Zukunftspläne. Auf die Frage, ob sie im Wahljahr 2016 erneut kandidieren werde, antwortet sie: "Alles in diesem Leben, alles in dieser Welt ist möglich. Alles ist möglich für eine Amerikanerin." Sie sagt weiter, sie täte alles, womit sie "unserem Land helfen kann".

Palin äußerte sich dann auch zu der Frage, was sie tun würde, sollten sich die Delegierten beim Wahlparteitag Ende August 2012 nicht auf einen Kandidaten einigen können - würde sie sich selbst dann doch zur Verfügung stellen? "Alles ist möglich, und ich verschließe keine Türen, die mir dort vielleicht offenstünden. Ich plane, beim Parteitag dabei zu sein."

Insgesamt ging es am Super Tuesday um 437 Delegierte für den Nominierungsparteitag der Republikaner im August. Das ist mehr als ein Drittel der Stimmen, die ein Bewerber dort benötigt, um zum Kandidaten gekürt zu werden.

Romney hatte vor Dienstag bereits acht Vorwahlen für sich entschieden: in New Hampshire, Florida, Nevada, Maine, Arizona, Michigan, Wyoming und im Staat Washington. Santorum gewann in Iowa, Colorado, Minnesota und auch in Missouri. Gingrich hatte in South Carolina die meisten Stimmen.

ffr/dpa/AP

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Seite 1
Steinwald 07.03.2012
1. Der
Zitat von sysopREUTERSEs sollte der Tag der Entscheidung werden, am Super Tuesday wollte sich Mitt Romney zum Sieger im Kandidatenrennen der US-Republikaner küren. Doch das ging daneben. Dem Multimillionär gelang es nicht, sich von seinem ärgsten Rivalen abzusetzen, dem erzkonservativen Rick Santorum. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,819777,00.html
Dieser Santorum ist so unfassbar widerlich, mir kommt die kalte kot-e hoch, bra. warum müssen die amis uns immer mit derart unfassbar danebenen gestaltetn foltern? da mag man ja sogar den romney als nachgerade heiligen feiern. schlimm. schlimm.
Izmir.Übül 07.03.2012
2. Vasallentum
Zitat von sysopREUTERSEs sollte der Tag der Entscheidung werden, am Super Tuesday wollte sich Mitt Romney zum Sieger im Kandidatenrennen der US-Republikaner küren. Doch das ging daneben. Dem Multimillionär gelang es nicht, sich von seinem ärgsten Rivalen abzusetzen, dem erzkonservativen Rick Santorum. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,819777,00.html
Warum sind schon die *Zwischen*ergebnisse bei den amerikanischen *Vor*wahlen in Deutschland immer Topmeldungen? Das fiel mir auch gerade wieder bei der Tagesschau auf. Und über das devote Vasallentum der DDR gegenüber dem "großen Bruder" in Moskau hat man sich weiland immer lustig gemacht....
vanilla.hk 07.03.2012
3. ...
Zitat von sysopREUTERSEs sollte der Tag der Entscheidung werden, am Super Tuesday wollte sich Mitt Romney zum Sieger im Kandidatenrennen der US-Republikaner küren. Doch das ging daneben. Dem Multimillionär gelang es nicht, sich von seinem ärgsten Rivalen abzusetzen, dem erzkonservativen Rick Santorum. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,819777,00.html
Wen interessiert das nochmal?
eklipz 07.03.2012
4. santorum
Hoffentlich gewinnt Santorum. Dann wird Iran plattgemacht, alle Homosexuellen werden verbrannt, der Islam verboten und die Spaltung der US-Gesellschaft vorangetrieben! Mit Gottes Segen -.- Mal ehrlich, glaube kaum, dass Santorum gegen Obama letztendlich gewinnen könnte, eben aufgrund seiner, nun ja, recht fragwürdigen Positionen. Allerdings traue ich den US-Amerikanern in ihrem Abstimmungsverhalten dahingehend alles zu... was in der Tat äußerst traurig ist.
desmoulins 07.03.2012
5. Interessante Karte
Zitat von sysopREUTERSEs sollte der Tag der Entscheidung werden, am Super Tuesday wollte sich Mitt Romney zum Sieger im Kandidatenrennen der US-Republikaner küren. Doch das ging daneben. Dem Multimillionär gelang es nicht, sich von seinem ärgsten Rivalen abzusetzen, dem erzkonservativen Rick Santorum. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,819777,00.html
Irgendwie interessant, dass die Karte, die SPON hier zweigt, genau diesselbe ist, die wir nach den meisten Praesidentschaftswahlen hier sehen: moderate Waehler and den urbanisierten Raendern im Osten und Westen; konservativ bis radiakal anti-staatliche Waehler in der 'Mitte'. Wenn man dann noch weiss, dass genaus diese 'Mitte' mehr staatliche Hilfsmittel in Anspruch nimmt, als die 'Raender', beginnt man sich schon zu fragen, warum man dort so vehement gegen die eignenen Interessen votiert. Immerhin ist so das dortige Votum fuer Santorum - immerhin kein Millionaer soweit ich weiss - besser nachzuvollziehen.
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