Nach Amoklauf: US-Waffenlobby geht an die Öffentlichkeit

Nach dem Massaker von Newtown hat die mächtige US-Waffenlobby eine Woche lang geschwiegen. Für den Nachmittag hat die National Rifle Association ins beste Hotel Washingtons geladen. Selten war ein Medienereignis in der US-Hauptstadt mit so viel Spannung erwartet worden.

Der Livestream ist leider beendet.

Washington - Die Neugier ist groß: Wie wird sich die mächtige US-Waffenlobby eine Woche nach dem Amoklauf an einer Grundschule in Newtown präsentieren? Sieben Tage hat die National Rifle Association (NRA) geschwiegen. Bei einer Pressekonferenz am Nachmittag in Washington will die NRA Pläne für ihren Beitrag vorstellen, wie ein Blutbad wie das von Newtown am vergangenen Wochenende künftig verhindert werden kann.

Unmittelbar nach dem Massaker, bei dem 20 Kinder und sechs Schulmitarbeiter getötet wurden, hatte sich die NRA aus der Öffentlichkeit zurück gezogen. Anders als bei früheren Amokläufen hatte die Organisation keine Beileidsbekundungen für die Angehörigen der Opfer veröffentlicht. Überdies schaltete sie ihr Facebook-Konto im Internet vorübergehend ab und machte keine Mitteilungen im Kurznachrichtendienst Twitter.

US-Präsident Barack Obama setzt sich für eine Verschärfung der Waffengesetze ein. Bereits im Januar wolle er den Abgeordneten im Kongress konkrete Vorschläge vorlegen, wie die Waffengewalt in den USA eingedämmt werden könne, hatte er am Mittwoch gesagt. "Es ist an der Zeit, den Worten Taten folgen zu lassen." Mit der Ausarbeitung der Vorschläge beauftragte er Vizepräsident Joe Biden.

Die Pressekonferenz beginnt um 16.45 Uhr (MEZ) im ersten Haus am Platz, dem Willard-Hotel. Verfolgen Sie den Auftritt im Livestream bei SPIEGEL ONLINE.

ler/dapd/dpa

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1.
hxk 21.12.2012
Zitat von sysopSelten war ein Medienereignis in der US-Hauptstadt mit so viel Spannung erwartet worden.
In den USA mit Spannung erwartet. Nur warum macht ein deutsches 'Qualitäts'medium so einen Wirbel? Deren Waffengesetzte sind nicht die unseren.
2. Falscher Focus
alt_f4 21.12.2012
Waffenlobby: NRA äußert sich nach Amoklauf von Newtown - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/waffenlobby-nra-aeussert-sich-nach-amoklauf-von-newtown-a-874343.html)[/QUOTE] Nehmen wir mal alle Amokläufer, Gewalttäter und ziehen diejenigen davon ab, die unter psychotropen Drogen standen, zu dem besagten Zeitpunkt oder entspr. Behandlung. Da würden sich einige wundern wie wenige übrigbleiben…Dass sich die Selbstmordrate und Fälle von Amokläufen vor allem unter Jugendlichen id USA Antidepressiva (Prozac/ Fluoxetin) etc aber auch bei Veteranen der Golfkriege in diesem Kontext vervielfacht haben ist anscheinend kein Thema.…… *hust* Die dortige Pharma-Industrie strebt schon an, die 50% Marke bei den zu versorgenden Jugendlichen zu sprengen… Fluoxetin (http://de.wikipedia.org/wiki/Fluoxetin#Nebenwirkungen) ob sich da was ändert wenn die Menschen weiter „austicken“ un Keine Waffen haben? In China braucht es nur Messer um viele kids zu töten, da alle entwaffnet sind… Messer verbieten? ICh würde akut mal hinterfragen ob die Chemie ihren Beitrag dazu leistet...
3. Im Westen nichts Neues....
BenGaia 21.12.2012
Zitat von sysopNach dem Massaker von Newtown hat die mächtige US-Waffenlobby eine Woche lang geschwiegen. Für den Nachmittag hat die National Rifle Association NRA ins beste Hotel Washingtons geladen. Selten war ein Medienereignis in der US-Hauptstadt mit so viel Spannung erwartet worden. Waffenlobby: NRA äußert sich nach Amoklauf von Newtown - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/waffenlobby-nra-aeussert-sich-nach-amoklauf-von-newtown-a-874343.html)
"Menschen toeten Menschen, nicht Waffen..." "Wer sich nicht selbst bewaffnet verhaelt sich wie das Schaf an der Schlachtbank...." "Ich hab' das Recht mich und meine/meins zu Verteidigen...." "Wenn's nicht Feuerwaffen gewesen waeren, dann haette der Taeter andere Waffen verwendet..." "Wenn die Rektorin eine Schusswaffe in ihrem Buero gehabt haette, dann waeren nicht so viele Kinder gestorben...." "Wenn die Kinder Waffen getragen haetten, haette der Taeter viel frueher unschaedlich gemacht werden koennen....?" Die NRA wird die selben Argumente wie immer vorbringen. Was interessant werden koennte ist, ob und wenn ja welche neuen Gruende angefuehrt werden, warum ausschliesslich das 2. Amendment (das Recht Schusswaffen zu besitzen/tragen) geeignet ist persoenliche Unversehrtheit, Hab und Gut vor dem Boesen zu beschuetzen. Fazit: Im Westen nichts Neues, und da wird auch Herr Obama leider nichts dran aendern koennen!
4. Waffen gehören nicht in Privathand!
wachsamer_bürger 21.12.2012
In einem modernen zivilisierten Land gehören Waffen nicht in die Hände von Privatpersonen. Dieses Volk muss komplett entwaffnet werden. Nur so ist dieses Morden, ganz gleich ob wie hier bei einem Massaker oder täglich auf Amerikas Straßen, zu beenden. Jährlich sterben 10.000 Menschen in US-Amerika durch private Schusswaffen. Ich finde, die Zeit der Selbstverteidigung durch die eigene Schusswaffe für jedermann ist längst vorbei.
5. Dass
Schiebetürverriegler 21.12.2012
es leider immer noch Nasenbären gibt, die nicht gemerkt haben, dass die Kinder in China VERLETZT und nicht TOT sind........ Chemie - setzen - sechs.
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