Nahost Israelische Luftwaffe beschießt Gaza-Streifen

Israel hat auf den Raketenbeschuss durch militante Palästinenser reagiert: Die Luftwaffe des Landes flog Angriffe auf den Gaza-Streifen - es seien zwei Terrorziele attackiert worden, teilte die Armee mit.

Ein israelischer Kampfjet F-16 (Archivbild): Ende der Waffenruhe
AFP

Ein israelischer Kampfjet F-16 (Archivbild): Ende der Waffenruhe


Gaza-Stadt - Die israelische Luftwaffe hat erstmals seit der Waffenruhe vom November wieder einen Angriff auf den Gaza-Streifen geflogen. Als Reaktion auf Raketenangriffe militanter Palästinenser seien in der Nacht zum Mittwoch zwei Terrorziele im nördlichen Gaza-Streifen angegriffen worden, teilte die israelische Armee mit. Nach Angaben von Sanitätern und Augenzeugen gab es keine Verletzten.

Zuvor seien Geschosse aus dem Gaza-Streifen auf israelisches Gebiet abgefeuert worden. Es war der dritte Angriff militanter Palästinenser auf Israel seit November. Damals hatten sich Israel und die im Gazastreifen herrschende Hamas-Organisation nach tagelangem blutigen Schlagabtausch auf eine Waffenruhe geeinigt. Bei den achttägigen Kämpfen waren mehr als 160 Palästinenser und 6 Israelis getötet worden.

Am Dienstag war es nach dem Tod eines palästinensischen Häftlings in einem israelischen Krankenhaus zu Unruhen gekommen. Der israelische Rundfunk meldete am Mittwoch, die Leiche des Mittsechzigers solle obduziert werden. Dabei sollten israelische und palästinensische Experten zugegen sein. Der vor mehr als einem Jahrzehnt verurteilte Mann war an Krebs gestorben. Die Palästinenserführung warf Israel vor, seine medizinische Behandlung vernachlässigt zu haben.

sun/dpa

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