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Gaza-Krieg: Israel erwidert trotz neuer Waffenruhe Beschuss aus Gaza

Zerstörte Häuser: Hamas und Israel haben die Waffenruhe verlängert Zur Großansicht
AFP

Zerstörte Häuser: Hamas und Israel haben die Waffenruhe verlängert

Israelis und Palästinenser haben sich auf eine Feuerpause bis Montag geeinigt. Trotzdem erwiderte Israel unmittelbar danach den Beschuss durch palästinensische Extremisten. Die Hamas bestreitet, für den Angriff verantwortlich zu sein.

Tel Aviv - Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben in der Nacht zum Donnerstag mehrere Ziele palästinensischer Extremisten im Gazastreifen angegriffen. Dies sei eine Reaktion auf den vorherigen Beschuss mit Raketen aus dem Gazastreifen, wie Armeesprecher Peter Lerner via Twitter mitteilte. Ein Vertreter des palästinensischen Innenministeriums erklärte, die vier Attacken seien unmittelbar nach Inkrafttreten der ab Mitternacht geltenden neuen Feuerpause erfolgt.

Nach Angaben des Sprechers des palästinensischen Gesundheitsministeriums in Gaza, Aschraf al-Kidra, wurde dabei niemand verletzt. Es seien unbebaute Gebiete im nördlichen und südlichen Gazastreifen getroffen worden. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte die Angriffe als Antwort auf einen vorausgegangen Beschuss mit palästinensischen Raketen angeordnet. Die im Gazastreifen herrschende Hamas erklärte, sie sei für die zuvor abgeschossenen Raketen auf Israel nicht verantwortlich.

Israel und die Palästinenser hatten sich am Abend in Kairo laut ägyptischen Regierungsvertretern auf eine Verlängerung der Waffenruhe im Gazastreifen geeinigt. Kurz vor Ablauf der dreitägigen Kampfpause hätten beide Seiten einer Verlängerung zugestimmt, sagten die Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AFP am späten Mittwochabend.

Ägypten und die Hamas bestätigten, dass insgesamt fünf weitere Tage, bis Montag, die Waffen schweigen sollen. Hamas-Führer Isat al-Rischek teilte mit, die Frist solle zu weiteren Beratungen über eine dauerhafte Waffenruhe dienen. Von Seiten Israels gab es am Abend noch keine Stellungnahme zur Waffenruhe.

US-Präsident Barack Obama hat am Mittwochabend in einem Telefonat mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine dauerhafte Waffenruhe in Nahost gefordert. Er sicherte die Unterstützung der USA für die ägyptischen Vermittlungsversuche zwischen Israel und den Palästinensern zu.

Bei der mehr als vierwöchigen israelischen Militäroffensive im Gazastreifen, mit dem die militärische Infrastruktur der Hamas zerstört werden sollte, wurden fast 2000 Palästinenser getötet, der Großteil von ihnen Zivilisten. Auf israelischer Seite starben 64 Soldaten und drei Zivilisten. Eine vorherige dreitägige Waffenruhe war vergangene Woche von der Hamas nicht verlängert worden, woraufhin es erneut Kämpfe im Gazastreifen gab, bevor sich beide Konfliktparteien auf die erneute Feuerpause einigten.

mia/AP/dpa/Reuters/AFP

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