Grafik zur Frankreich-Wahl So mächtig wird En Marche

Bis zu 455 Sitze könnte das Bündnis von Emmanuel Macron in der französischen Nationalversammlung erreichen. Unsere Grafik zeigt, wie deutlich sein Sieg im ersten Wahlgang ausfiel.


Die zweite Wahlrunde zur Nationalversammlung steht noch aus, aber der deutliche Sieg von Emmanuel Macron ist bereits sicher: Das Bündnis von Frankreichs Präsident holte 32,32 Prozent der Stimmen und kann mit der absoluten Mehrheit rechnen.

Diese liegt bei 289 Mandaten. Laut den Prognosen werden Macrons Bewegung La République en marche und die verbündete Zentrumspartei Modem zusammen 400 bis 455 Abgeordnete stellen.

Die genaue Sitzverteilung wird am kommenden Sonntag bestimmt. Um im ersten Durchgang gewählt zu werden, musste ein Kandidat mindestens 50 Prozent gewinnen. In den Wahlkreisen, in denen niemand die absolute Mehrheit erreichte, nehmen alle Kandidaten mit mindestens 12,5 Prozent an einer Stichwahl teil. In diesem zweiten Wahlgang reicht dann die einfache Stimmenmehrheit.

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cte/ako

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bengel72 12.06.2017
1. Alles Hellseher?
Ich finde es beeindruckend und lächerlich zugleich, mit welcher Sicherheit eine absolute Mehrheit vorhergesagt wird, die erst noch kommen muss! Bisher habe ich keine Zahlen von sicher gewählten Parlamentariern gesehen. Und was nächste Woche passiert, müssen wir abwarten. Was passiert, wenn die Wähler von Macron nicht wählen gehen und die anderen schon??? Haben wir alles schon erlebt, nur die Journalisten haben ein zu kurzes Gedächtnis oder schreiben nicht voll aus, warum es so kommen muss!
saarpirat 12.06.2017
2.
Macht das nur mir Angst, wenn eine neue Partei - mit noch dazu vielen Politikneulingen ohne parlamentarische Erfahrung - gleich die absolute Mehrheit in einem Parlament erreicht? Es geht ja schließlich um Frankreich.
a.vollmer 12.06.2017
3. Querfront?
Wer die Prognosen anzweifelt, der muss von Querfront-Bildungen ausgehen, bei der sich FN, Rep, PS und LFI verbünden um den anderen Kandidaten in der Stichwahl am Marche-Kandidaten vorbeizubringen. Und das muss dann noch von den Wählern vor Ort akzeptiert werden. Das wäre, wie wenn sich in einem Wahlkreis SPD, Grüne, FDP, AfD und NPD verbünden um einen CDU-Kandidaten zu verhindern. Da muss der CDU-Kandidat schon auf dem Marktplatz eine Frau vergewaltigen um die Bevölkerung so gegen sich zu vereinen. Die Regel ist das nicht und auch keine zu erwartende Ausnahme. Also dürften die günstigsten Prognosen zum Ergebnis von enMarche auch die wahrscheinlichsten sein.
jojack 12.06.2017
4. Beste Voraussetzungen
Frankreich hat beste Voraussetzungen, langfristig Deutschland wirtschaftlich zu überflügeln. Die demographische Entwicklung bevorzugt Frankreich - es fehlt nur an der wirtschaftsfreundlichen Reformpolitik, um Frankreich für wieder flott zu machen. Mit der Marginalisierung der Linken, ist nun freie Bahn für die ökonomische Gesundung des Landes.
Beat Adler 12.06.2017
5. Wenn die Etablierten seit 40 Jahren nicht vorwaertskommen, was dann?
Zitat von saarpiratMacht das nur mir Angst, wenn eine neue Partei - mit noch dazu vielen Politikneulingen ohne parlamentarische Erfahrung - gleich die absolute Mehrheit in einem Parlament erreicht? Es geht ja schließlich um Frankreich.
Wenn die Etablierten seit 40 Jahren nicht vorwaertskommen, was dann? Wenn die politischen Dinosaurier, einmal links einmal rechts, und hin und her seit 40 Jahren nichts auf die Reihe bringen, was dann? Wo steht geschrieben, dass etablierte Parteien mit ihren Parteibonzen-Dinosauriern das Richtige fuer die Bevoelkerung tun? Wo? Fuer die Franzosen, zumindest fuer einen grossen Teil der Franzosen scheint es so zu sein, dass "genug ist genug"! Sie haben die Hoffnung auf Besserung durch Etablierte aufgegeben, deswegen versuchen sie etwas Neues. Macron sorgt dafuer, dass am naechsten Sonntag viele zur Urne gehen, um ihm eine satte Mehrheit im Parlament zu bescheeren. mfG Beat
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