Wahl-Umfrage McCain zieht mit Obama gleich

Das schonungslose Demokraten-Duell zwischen Hillary Clinton und Barack Obama nützt vor allem der Konkurrenz: Laut einer neuen landesweiten Umfrage liegt der republikanische Präsidentschaftsbewerber McCain erstmals in der Wählergunst mit Obama gleichauf - und nur knapp hinter Clinton.


Washington - Ganz unabhängig davon, welcher der beiden demokratischen Präsidentschaftsbewerber das Rennen um die Kandidatur macht - ein sicher geglaubter Wahlsieg gegen die Republikaner ist für die US-Demokraten wohl nicht mehr drin.

Republikaner McCain: Lachender Dritter
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Republikaner McCain: Lachender Dritter

Einer neuen landesweiten Wahlumfrage zufolge liegt der republikanische Bewerber John McCain in der Wählergunst mittlerweile gleichauf mit Demokrat Obama. Auch der Abstand zu dessen innerparteilicher Konkurrentin Clinton ist auf wenige Prozentpunkte geschmolzen.

Der Umfrage im Auftrag der Nachrichtenagentur AP zufolge konnte sich der 72-jährige McCain in der Wählergunst auf 45 Prozent verbessern und zieht mit Obama gleich, der ebenfalls auf 45 Prozent kam. Im Februar lag Obama noch mit zehn Prozentpunkten vor Senator McCain: damals stand es 41 zu 51 Prozent. Ex-First Lady Clinton liegt in der landesweiten Umfrage unverändert bei 48 Prozent.

Laut der Erhebung wird die Präsidentschaftswahl im November höchstwahrscheinlich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Demokraten und Republikanern. Zu Wahlkampfbeginn gingen die US-Demokraten noch von einem schnellen K.O. des Gegner aus: Nach zwei Legislaturperioden George W. Bush, so die Auffassung, sehne sich das Land nicht nur nach einem anderen Gesicht sondern auch nach einer anderen Partei an der Spitze des Staats.

Was das Rennen zwischen den drei verbliebenen Anwärtern um das Weiße Haus noch spannender macht, ist die Ansicht vieler US-Wähler, ihre politische Einstellung im Notfall über Bord zu werfen: Über ein Viertel der potentiellen Obama-Wähler sagte laut AP, sie würden im Falle einer Clinton-Kandidatur ihre Stimme lieber dem Republikaner McCain geben. Ähnlich sieht es im Clinton-Lager aus: Über ein Drittel ihrer Anhänger gaben an, McCain als Präsidenten zu wählen, sollte Obama die Kandidatenkür gewinnen.

amz/AP



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