Wahlen in Tirol: Konservative ÖVP bleibt stärkste Kraft

Landeshauptmann Platter: Geringere Verluste als erwartetZur Großansicht
REUTERS

Landeshauptmann Platter: Geringere Verluste als erwartet

Die konservative ÖVP hat in Tirol ihr historisch schlechtestes Ergebnis eingefahren. Dennoch bleibt die Partei im österreichischen Bundesland stärkste Kraft. Die Liste von Milliardär Stronach scheiterte dem vorläufigen Endergebnis zufolge an der Fünf-Prozent-Hürde.

Wien - Die konservative ÖVP bleibt in Tirol stärkste Kraft. Die Partei von Landeshauptmann Günther Platter, die seit 1945 ununterbrochen in dem österreichischen Bundesland regiert, fuhr bei der Wahl am Sonntag zwar das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte ein, die Verluste waren aber geringer als erwartet. Damit kann Platter wieder die Regierung bilden.

Nach dem vorläufigen Endergebnis kam die ÖVP auf 39,6 Prozent der Stimmen. Auch ihr bisheriger Koalitionspartner, die sozialdemokratische SPÖ, unterbot den historischen Tiefstand der letzten Wahl. Mit einem Minus von knapp 1,6 Punkten kam sie nur noch auf 13,8 Prozent. Rein rechnerisch würde das allerdings für eine Fortsetzung der großen Koalition ausreichen, ohne einen weiteren Partner ins Boot holen zu müssen.

Aber auch die Grünen, die mit 12,1 Prozent drittstärkste Kraft wurden, können auf den Einzug in die Regierung hoffen. Der frühere Innen- und Verteidigungsminister Platter will nach der Wahl mit allen Parteien Gespräche führen. Bereits Ende der Woche solle die neue Regierung stehen, sagte Platter nach der Wahl dem Österreichischen Rundfunk ORF.

Die schärfste Konkurrenz für Platter kam bei der Wahl aus dem eigenen bürgerlichen Lager: Gleich vier Splittergruppen, die sich von der ÖVP abgespalten haben, kämpften um die Stimmen der knapp 530.000 wahlberechtigten Tiroler. Mit der Liste "Vorwärts Tirol" erreichte die ehemalige ÖVP-Funktionärin Anna Hosp aus dem Stand 9,5 Prozent. Die rechte FPÖ blieb hingegen hinter ihren Erwartungen zurück und erreichte mit 9,6 Prozent nur den fünften Platz.

Der 80-jährige Milliardär Frank Stronach musste mit seiner neu gegründeten Liste eine Schlappe einstecken. Nach öffentlich ausgetragenen internen Querelen kam der Gründer des Autoteilezulieferers Magna nur auf 3,4 Prozent. Damit verfehlte der politische Newcomer den Einzug in den Innsbrucker Landtag klar.

Insgesamt kämpften elf Parteien um den Einzug in den Landtag. Die Wahlbeteiligung war mit 56 Prozent - ohne Einberechnung der Wahlkarten - sehr gering. Die letzten Briefwahlstimmen werden am Dienstag ausgezählt und könnten das Ergebnis noch geringfügig verändern.

lei/dpa

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
Auf anderen Social Networks teilen
  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit
insgesamt 2 Beiträge
pacificwanderer 28.04.2013
So what? ....denken auch die Nicht Waehler.
So what? ....denken auch die Nicht Waehler.
igelfeld 30.04.2013
Ok. Also die ÖVP ist die stärkste Kraft. Dann kommt die SPÖ mit 13,8 %. Drittstärkste Kraft wurden die Grünen mit 12,1 %. Die FPÖ erreichte mit 9,6 % den fünften Platz. Und wer ist jetzt bitte auf dem vierten Platz? "Vorwärts [...]
Ok. Also die ÖVP ist die stärkste Kraft. Dann kommt die SPÖ mit 13,8 %. Drittstärkste Kraft wurden die Grünen mit 12,1 %. Die FPÖ erreichte mit 9,6 % den fünften Platz. Und wer ist jetzt bitte auf dem vierten Platz? "Vorwärts Tirol" kann es mit 9,5 % ja wohl nicht sein. Also, lieber Spiegel Online?
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Politik
alles aus der Rubrik Ausland
alles zum Thema Österreich

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Sonntag, 28.04.2013 – 21:07 Uhr
  • Drucken Versenden Feedback
  • Kommentieren | 2 Kommentare






TOP



TOP