Präsidentschaftswahl: Polizei vereitelt Anschlag auf Politiker in Paraguay

Zwei Bolivianer sollen einen Anschlag auf einen Politiker während der Präsidentenwahl in Paraguay geplant haben. Wer das Ziel war, gab die Polizei nicht bekannt. Die beiden bewaffneten Männer, die offenbar den Urnengang stören wollten, wurden verhaftet.

Kandidat Cartes nach Stimmabgabe: Chancen auf das Präsidentenamt Zur Großansicht
AP/dpa

Kandidat Cartes nach Stimmabgabe: Chancen auf das Präsidentenamt

Asunción - In Paraguay sind zwei Männer festgenommen worden, die während der Präsidenten- und Parlamentswahlen offenbar einen Anschlag verüben wollten. Innenminister Carmelo Caballero sagte am Sonntag, dass die bewaffneten Bolivianer bereits am Vortag inhaftiert worden seien. Es bestehe der begründete Verdacht, dass sie einen Politiker ermorden wollten, um den Wahlprozess zu stören. Wem der Anschlag galt und wer ihn in Auftrag gab, wurde nicht bekanntgegeben.

Die Wahlen begannen am Sonntagmorgen ohne weitere Zwischenfälle. Rund 3,5 Millionen Wahlberechtigte sollen einen Nachfolger für den vor zehn Monaten abgesetzten Staatschef Fernando Lugo bestimmen.

Der Spitzenkandidat der konservativen Colorado-Partei, Horacio Cartes, galt bis vor wenigen Wochen als sicherer Gewinner der Wahl. Efraín Alegre, Spitzenkandidat der Liberalen Partei des Interimspräsidenten Federico Franco, hat allerdings seine Chancen durch ein Bündnis mit der nationalistischen Unace verbessert. Deren Kandidat, der ehemalige Putschist Lino Oviedo, war Anfang Februar bei einem Hubschrauberunfall umgekommen.

Neben dem Präsidenten werden auch 45 Senatoren, 80 Abgeordnete, 17 Gouverneure und 18 Mercosur-Abgeordnete Paraguays neu gewählt. Die Wahllokale schließen gegen 22 Uhr.

lei/dpa

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