Grafik-Analyse Hier hat Trump die Wahl gewonnen

Florida, Iowa, Ohio: Donald Trump hat entscheidende Swing States von den Demokraten zurückerobert.

Trump-Anhänger in Florida
AP/ Orlando Sentinel

Trump-Anhänger in Florida

Die Grafik-Analyse von , , und


Donald Trump wird neuer Präsident der Vereinigten Staaten. Ein entscheidender Grund für seinen Erfolg ist, dass der Republikaner zahlreiche Swing States für sich entschieden hat, also jene Staaten, in denen das Rennen traditionell besonders knapp ist. Die Wahlberechtigten in Florida, Iowa, Ohio und Wisconsin stimmten mehrheitlich für Trump.

Alle vier Staaten hatte Barack Obama vor vier Jahren noch für die Demokraten gewonnen. Trump sicherte sich alleine dort 63 Wahlleute, was ihm über die Schwelle der nötigen 270 Stimmen verhalf (Sehen Sie hier alle Ergebnisse in unserem großen Überblick).

Hillary Clinton setzte sich in Virginia und in Nevada durch, konnte aber keinen Bundesstaat von den Republikanern zurückerobern.

Diese Karte liefert den Überblick über die entscheidenden Staaten für Trumps Triumph.

Diese Staaten haben das Rennen entschieden
Vergleich mit der Wahl 2012

Wisconsin beispielsweise war 28 Jahre lang in demokratischer Hand. Jetzt holte mit Trump in dem Bundesstaat erstmals seit Ronald Reagans Erfolg 1984 wieder ein Republikaner die meisten Stimmen. Allerdings war der ländlich geprägte Staat auch in der Vergangenheit bereits umkämpft. 2000 und 2004 unterlag hier George W. Bush nur knapp seinen jeweiligen Kontrahenten.

Florida stand vor allem bei der Wahl vor 16 Jahren im Fokus. Damals war der Abstand zwischen Bush und dem Demokraten Al Gore so knapp, dass letztlich Gerichte entscheiden mussten. Bush gewann den Bundesstaat und wurde Präsident. Trump hatte dort nun weniger Probleme und setzte sich mit 49,1 Prozent vor Clinton (47,7 Prozent) durch. In den Swing States New Hampshire und Michigan steht das Ergebnis noch nicht fest - doch auch hier deutet alles auf einen Erfolg des Republikaners hin.

Auch der Blick auf die einzelnen Countys zeigt, wie klar Trumps Sieg ausgefallen ist. Nahezu flächendeckend hat er ein besseres Ergebnis erzielt als Mitt Romney 2012, vor allem in den traditionell demokratischen Industrieregionen im Nordosten. Clinton konnte nur in wenigen Gegenden punkten.

Sehen Sie hier, in welchen Regionen die Kandidaten gegenüber der vergangenen Wahl zugelegt haben. In den grau eingefärbten Countys liegen die Veränderungen bei unter fünf Prozent, oder es sind noch nicht genügend Stimmen ausgezählt.

Wo das Pendel in Richtung Trump ausschlug
Nettogewinne/-verluste im Vergleich zur Wahl 2012*

Alle Entwicklungen können Sie live in unserem Newsblog verfolgen, eine grafische Analyse der Wählergruppen finden Sie hier.

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insgesamt 78 Beiträge
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Seite 1
crazy_swayze 09.11.2016
1.
Ich dachte die Amerikaner hätten aus George W. Bush gelernt, aber Pustekuchen. Da wählen die einen Donald Trump der wahrscheinlich noch mal eine Spur dümmer und skrupelloser ist. Kann man auf den Mond auswandern, damit man von diesem Unmensch nun nicht irgendwie belästigt wird?
Crom 09.11.2016
2.
Zitat von crazy_swayzeIch dachte die Amerikaner hätten aus George W. Bush gelernt, aber Pustekuchen. Da wählen die einen Donald Trump der wahrscheinlich noch mal eine Spur dümmer und skrupelloser ist. Kann man auf den Mond auswandern, damit man von diesem Unmensch nun nicht irgendwie belästigt wird?
Nein, auch auf dem Mond weht bekanntlich die US-Flagge.
hollowman08 09.11.2016
3. der Bush Clan
ist ein Gegner von Trump. Bush ist ein Internationaler Kriegsverbrecher während Donald die Auslandseinsätze reduzieren will und aufhören will mit internationale Polizei spielen und sich auf Innenpolitik konzentrieren will. Jedenfalls haben ihn de Bürger für das Versperchen gewählt sich endlich um Amerika zu kümmern und nicht wie man Teroristen irgendwo in der Welt an die Macht bomben kann. Das sieht der Bush Clan und der Clinton Kriegsverbercher Clan nicht gerne.
saftfrucht 09.11.2016
4.
Zitat von crazy_swayzeIch dachte die Amerikaner hätten aus George W. Bush gelernt, aber Pustekuchen. Da wählen die einen Donald Trump der wahrscheinlich noch mal eine Spur dümmer und skrupelloser ist. Kann man auf den Mond auswandern, damit man von diesem Unmensch nun nicht irgendwie belästigt wird?
Die Fortsetzung der katastrophalen Bush-Politik wäre Clinton gewesen. Von daher haben die Amerikaner mit der Wahl Trumps ja auch ganz in Ihrem Sinne entschieden.
bresson1 09.11.2016
5. what happened in UTAH (H. Clinton gewinnt 24 Prozentpunkte hinzu?)
Hier muss ja etwas ganz entscheidendes vorgefallen sein (zum Nachteil der "Republikaner"). Weiss jemand Näheres ?
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