Warnung vor Ahmadinedschad Peres bezeichnet Iran als Gefahr für die Welt

Israels Präsident Peres hat Iran als Gefahr für Israel "und den Rest der Welt" bezeichnet. Die "Verrücktheiten" des Präsidenten Ahmadinedschad könne sich die Welt nicht leisten, sagte der Staatschef. Einen Militärschlag lehne er derzeit ab.


München - Die Drohungen des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad müssten ernst genommen werden, sagte Schimon Peres der "Süddeutschen Zeitung" in einem Interview. Die Welt könne sich "seine Verrücktheiten nicht leisten".

Schimon Peres: "Am Ende wird Israel auch Ahmadinedschad überleben"
REUTERS

Schimon Peres: "Am Ende wird Israel auch Ahmadinedschad überleben"

Peres erklärte, Israel müsse "Vorsichtsmaßnahmen" gegen die Bedrohung durch Iran ergreifen. Zugleich riet er jedoch von einem Militärschlag gegen Teheran zum gegenwärtigen Zeitpunkt ab. Die derzeitige iranische Führung könne durch Sanktionen zu Fall gebracht werden. Am Ende werde "Israel auch Ahmadinedschad überleben".

Der Konflikt um die iranischen Nuklearaktivitäten wurde zuletzt durch einen Bericht der US-Geheimdienste entschärft, nach dem Iran sein Atomwaffenprogramm im Jahr 2003 ausgesetzt hat.

In dem Interview äußerte sich Peres skeptisch über die Möglichkeit eines Friedensschlusses zwischen Israel und den Palästinensern bis Ende dieses Jahres. Er könne nicht versichern, dass es bis Dezember zu einem Vertrag kommen werde. "Wir Menschen sind nicht geschaffen für Zeitrahmen", wird Peres weiter zitiert. Das Gespräch wurde aus Anlass des 60-jährigen Bestehens Israels geführt.

reh/dpa/Reuters/AFP



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