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17. Februar 2013, 17:47 Uhr

Tagesvorschau

Was Montag wichtig wird

Bundespräsident Gauck empfängt Angehörige der Opfer des rechtsextremen Terrortrios NSU, in Niedersachsen unterzeichnen SPD und Grüne den Koalitionsvertrag, ein belgisches Gericht entscheidet über Auflagen, falls der Kindermörder Marc Dutroux vorzeitig aus der Haft kommt - diese Themen zählen zu den wichtigsten des Montags.

Gauck empfängt Angehörige von NSU-Opfern

Bundespräsident Joachim Gauck trifft sich am Montag in Schloss Bellevue mit den Hinterbliebenen der Mordopfer der Terrorgruppe NSU. Zu den zweistündigen vertraulichen Gesprächen werden etwa 70 Teilnehmer erwartet. Auch die Ombudsfrau für die Opfer und Opferangehörigen, Barbara John, wird an dem Termin teilnehmen.

Die Schwester des in Hamburg ermordeten Süleyman Tasköprü hat ihre Teilnahme hingegen abgesagt. Sie wollte sich bei dem Gespräch von ihrer Anwältin begleiten lassen. Die habe das Bundespräsidialamt aber abgelehnt.

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Rot-Grün steht in Niedersachsen in den Startlöchern

Am Wochenende stimmte die Basis beider Parteien zu, am Montag wollen SPD und Grüne in Niedersachsen den 96 Seiten starken Koalitionsvertrag unterzeichnen. Bei der Landtagswahl im Januar hatten die beiden Oppositionsparteien an einem dramatischen Auszählungsabend das regierende Bündnis von CDU und FDP besiegt.

Vier Ressorts bekamen die Grünen in den Verhandlungen zugesprochen, die SPD nur ein Ressort mehr. Eines der wichtigsten Vorhaben der neuen Koalition: Gorleben soll aus der Atomendlager-Suche ausgeklammert werden. Am Dienstag will sich Stephan Weil als Nachfolger von David McAllister (CDU) zum neuen Ministerpräsidenten wählen lassen.

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Gericht in Brüssel entscheidet über Kindermörder Dutroux

Der belgische Schwerverbrecher Marc Dutroux will mit einer elektronischen Fußfessel in die Freiheit: Ein Brüsseler Gericht entscheidet am Montag über mögliche Auflagen im Fall einer vorzeitigen Entlassung. Erst später wollen Richter über ein Leben in Freiheit befinden. Dutroux hatte in den neunziger Jahren sechs Mädchen und junge Frauen entführt, missbraucht und gequält. Vier von ihnen starben.

Juristen gehen allerdings nicht davon aus, dass der 56-Jährige, der seit 16 Jahren hinter Gittern sitzt, mit seinem Antrag durchkommt. In jedem Fall ist ausgeschlossen, dass er noch am Montag auf freien Fuß gelangt: Selbst wenn die Richter zu seinen Gunsten entscheiden sollten, würde noch ein längeres Verfahren anstehen. Ob der Gefangene bei dem öffentlichen Termin erscheint, ist offen.

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Debatte zum SPIEGEL-Titelthema: Der Papst-Rücktritt - Sturz in die Krise oder Chance zur Öffnung?

Nach dem Rückzug des deutschen Papstes Benedikt XVI. begannen sofort die die Spekulationen, wer wohl die besten Nachfolge-Chancen hätte, auch unter den Gesichtspunkten der Neuausrichtung der katholischen Kirche. Vielfältige Probleme stehen an, die Benedikt XVI. nicht lösen konnte. Stürzt der Rücktritt des Papstes die katholische Kirche in eine Krise, oder gibt er vielmehr Anlass zur Hoffnung auf eine Öffnung?

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