Tagesvorschau: Was Donnerstag wichtig wird

Merkel und Cameron stellen beim Weltwirtschaftsforum ihre unterschiedlichen Konzepte für Europa vor, die Wahlergebnisse in Jordanien werden bekannt und der Bundesgerichthof fällt ein Grundsatzurteil über Medikamentenwerbung - das sind die wichtigsten Themen am Donnerstag.

Merkel und Cameron zu Gast in Davos

Merkel, Cameron (Archiv): Zweimal ein spannender Auftritt beim Weltwirtschaftsforum Zur Großansicht
REUTERS

Merkel, Cameron (Archiv): Zweimal ein spannender Auftritt beim Weltwirtschaftsforum

Zwei Reden und zwei Haltungen zu Europa, wie sie für EU-Politiker kaum gegensätzlicher sein könnten: Beim Weltwirtschaftsforum in Davos reden der britische Premier David Cameron und Kanzlerin Angela Merkel im Abstand weniger Stunden. Im vorigen Jahr hatte der Brite dieselbe Bühne für eine scharfe Attacke auf das deutsche Euro-Krisenmanagement genutzt. In diesem Jahr sorgte Cameron am Tag vor seiner Anreise bereits mit seiner Ankündigung für Furore, die Bürger des Vereinigten Königreichs bis spätestens 2017 über den EU-Verbleib abstimmen zu lassen. Welche Töne Merkel im Anschluss an Camerons Rede anschlagen wird, ließ schon ihre erste Reaktion ahnen: "Europa bedeutet auch immer, dass man faire Kompromisse finden muss", sagte Merkel.

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Jordanien gibt Wahlergebnisse bekannt

Jordanierin bei der Stimmabgabe: Boykott der Islamisten Zur Großansicht
AP

Jordanierin bei der Stimmabgabe: Boykott der Islamisten

Jetzt werden die Ergebnisse der Wahlfarce in Jordanien bekanntgegeben. 2,3 Million Jordanier konnten ein neues Parlament bestimmen. Doch die Beteiligung an der Abstimmung in dem arabischen Königreich war schwach - denn mit der Islamistischen Aktionsfront nahm die wichtigste und beliebteste Partei gar nicht an dem Votum teil. Zudem gab es auch schon nach wenigen Stunden erste Berichte über Unregelmäßigkeiten. Es könnte trotz der Reformankündigungen von König Abdullah II., die die Opposition besänftigen sollten, zu spontanen Protestaktionen kommen. Rund 1400 Kandidaten stellten sich zwar zur Wahl - doch vermutlich gehen die meisten Sitze an dem König verbundene Stammesführer, Geschäftsleute und andere Vertreter der Oberschicht. Und nach wie vor kann Abdullah II. nach seinem Belieben Regierungen abberufen - und das Parlament auflösen.

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Karlsruhe urteilt über Werbung für Diabetesmedikamente

Insulinspritze: Präparate können Körpergewicht ansteigen lassen Zur Großansicht
ddp

Insulinspritze: Präparate können Körpergewicht ansteigen lassen

Dürfen Pharmafirmen mit angeblich positiven Nebenwirkungen eines Medikaments gegenüber Ärzten werben? Der Bundesgerichtshof entscheidet über die Klage des Arzneimittelherstellers Sanofi-Aventis gegen das konkurrierende Unternehmen Novo Nordisk. Auf einem Faltblatt für Ärzte berichtet Novo Nordisk, ihr Diabetes-Mittel führe zu einer geringeren Gewichtszunahme als das Sanofi-Präparat - das sei irreführende Werbung, sagt Sanofi. Für Patienten ist dies ein wichtiger Punkt, leiden viele Diabetiker darunter, dass Insulinpräparate das Körpergewicht ansteigen lassen. Die Entscheidung wird als richtungweisend für die gesamte Branche angesehen.


Die Debatte: Europa ganz ohne die Briten? Oder ohne uns?

"Fog on the channel - Continent isolated!", Erinnerungen an Überschriften wie diese werden wach, wenn der britische Premierminister Cameron über einen Austritt seines Landes aus der EU sinniert und dafür einen Volksentscheid in Aussicht stellt. Zurück zur "Splendid Isolation", das erscheint für viele Engländer als eine verlockende Aussicht, doch auch viele deutsche Diskussionsteilnehmer stimmen ein: Genau das wünschen sich manche, wenn's um Europa geht. Nur runter vom scheinbar sinkenden Schiff? Das Forum von SPIEGEL ONLINE debattierte das alte Thema mit neuem Elan.

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