Vergabe der Presseplätze zum NSU-Prozess
Der Prozess gegen Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Unterstützer des "Nationalsozialistischen Untergrunds" sorgte schon für enormes Aufsehen, da war das erste Wort im Saal noch gar nicht gesprochen: Türkische Medien waren bei der Vergabe der Presseplätze im Gerichtssaal leer ausgegangen, es folgte ein Proteststurm. Eine Beschwerde am Bundesverfassungsgericht hatte Erfolg, das Oberlandesgericht München reagierte drückte auf Reset - alle Journalisten mussten sich von Neuem für Plätze bewerben. Nun werden die Reservierungen per Losverfahren vergeben, am Montag ist es soweit: Im Beisein des früheren SPD-Spitzenpolitikers Hans-Jochen Vogel und eines Protokollanten wird ein Notar die Lose ziehen. Am frühen Nachmittag will OLG-Präsident Karl Huber das Ergebnis bekanntgeben.
Mehr zum NSU-Prozess finden Sie hier... US-Visite von Friedrich und de Maizière
Lehren aus dem Anschlag von Boston: Innenminister Friedrich und Verteidigungsminister de Maizière lassen sich in den USA über die Ermittlungsergebnisse und Folgerungen der Sicherheitsbehörden unterrichten. Friedrich trifft zudem Heimatschutzministerin Janet Napolitano, US-Generalstaatsanwalt Eric Holder und die Vize-Sicherheitsberaterin von Präsident Obama, Lisa Monaco. Bei de Maizières Gesprächen, unter anderem mit seinem neuen Amtskollegen Chuck Hagel, wird es auch um die Zukunft der Afghanistan-Mission der Bundeswehr gehen.
Mehr über den Boston-Anschlag finden Sie hier...
Ein Mann für ungewisse Stunden
Horst Reichenbach gilt unter seinen Kollegen als umgänglicher Mensch, dem nationalistische Anwandlungen gänzlich fremd sind. Dennoch hat er es als Leiter der EU-Taskforce zu einem der meistgehassten Deutschen in Griechenland gebracht. Gemeinsam mit seinen Kollegen soll er den hellenischen Verwaltungsapparat auf Touren bringen - was den Betroffenen naturgemäß nicht immer behagt. Am Montag legt die Taskforce zum vierten Mal einen Bericht über die griechischen Reformfortschritte vor. Aller Voraussicht nach wird auch diese Bestandsaufnahme nicht zu Reichenbachs Beliebtheit in Griechenland beitragen.
Mehr zur Finanzkrise in Griechenland finden Sie hier...
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