Wegen Atomwaffenprogramm: Britische Zeitung berichtet über Angriffsplan gegen Iran

Großbritanniens Streitkräfte bereiten sich offenbar auf den Ernstfall vor. Sollten die USA militärisch gegen Iran vorgehen, könnten sie laut "Guardian" auf Unterstützung aus London zählen. Demnach halten die Briten einen Angriff noch vor den US-Wahlen 2012 für möglich.

Umstrittener Atommeiler Buschehr: Iran pocht auf das Recht zur Urananreicherung Zur Großansicht
REUTERS

Umstrittener Atommeiler Buschehr: Iran pocht auf das Recht zur Urananreicherung

Berlin - Die Planungen für einen möglichen Angriff sind offenbar schon sehr detailliert. Großbritanniens Armeestrategen überlegen laut "Guardian", wo sie ihre Militärschiffe und U-Boote - bestückt mit "Tomahawk"-Marschflugkörpern - am besten stationieren könnten. Das Ziel: Iran.

Dem Zeitungsbericht zufolge, der sich auf Quellen aus dem britischen Verteidigungsministerium und anderen Regierungskreisen bezieht, hat London die Schritte für einen möglichen Militärangriff in jüngster Zeit konkretisiert. Zum einen, weil die Sorge über den Ausbau des umstrittenen iranischen Atomprogramms wächst. Zum anderen gehen die Briten offenbar davon aus, dass die USA in den kommenden Monaten einen Militärschlag per Luft und See gegen einige iranische Atomanlagen durchführen könnten.

Sollte Washington um militärische Unterstützung fragen, würde London diese in jedem Fall gewährleisten, zitiert der Bericht Regierungsmitarbeiter. Demnach rechnet Großbritannien unter anderem mit der Bitte, ob die Amerikaner von Diego Garcia aus - britischem Hoheitsgebiet im indischen Ozean - die Angriffe durchführen könnten.

Nach der libyschen Revolution sei Iran wieder in den Fokus gerückt, heißt es. Dabei wissen Politiker und Militärs in London: US-Präsident Barack Obama hat wenig Interesse an einem neuen Militärabenteuer, schon gar nicht vor den Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr. Dennoch warnen die Briten laut dem Bericht vor einem Stimmungswechsel in Washington.

Grund dafür könnte der neue Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) sein, der in der kommenden Woche erscheint - mit neuen Beweisen für ein mögliches Atomwaffenprogramm in Iran. Hardliner in Washington könnten vor diesem Hintergrund schärfere Maßnahmen fordern.

Iran könnte vor den US-Wahlen atomares Material in Sicherheit bringen

Die westlichen Länder und Israel unterstellen Teheran, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Atomkraft ein Arsenal an Atomwaffen aufzubauen. Teheran weist die Beschuldigung zurück. Internationale Gespräche über das iranische Atomprogramm waren zuletzt im Januar gescheitert. Die internationale Gemeinschaft will Iran unter anderem mit Sanktionen dazu bewegen, das Programm zur Urananreicherung einzustellen - die Sorge steigt aber, dass diese Maßnahmen erfolglos bleiben.

Iran habe nach dem Angriff des Computervirus Stuxnet auf seine Zentrifugen zur Urananreicherung im vergangenen Jahr wieder zu alter Stärke zurückgefunden, heißt es dem Bericht zufolge aus London. Erst kürzlich waren aus Diplomatenkreisen mutmaßliche iranische Pläne bekannt geworden, atomares Material in sicheren Untergrundstätten lagern zu wollen. Laut "Guardian" rechnen die Briten binnen der kommenden zwölf Monate mit dieser Maßnahme. Einmal sicher verstaut, könnte das atomare Material, so die Befürchtung, nicht mehr mit einem Militärschlag unschädlich gemacht werden.

"Daher müssen wir mit einer Anfrage rechnen, einen Beitrag zu leisten. Wir dachten, das hätte Zeit bis nach den US-Wahlen im nächsten Jahr, aber jetzt sind wir nicht mehr so sicher", zitiert die Zeitung eine anonyme Quelle aus dem Londoner Regierungsviertel.

Offensichtlich verwirrt die jüngste Aggressivität Teherans westliche Regierungen - nicht zuletzt die mutmaßlichen iranischen Anschlagspläne auf den saudischen Botschafter in den USA.

Erst am Wochenende war bekannt geworden, dass die US-Regierung erwägt, zusätzliche Kriegsschiffe in den Persischen Golf zu entsenden. Und inmitten der Spannungen testete auch noch Irans Erzfeind Israel am Mittwoch Raketensysteme, die Iran erreichen könnten.

lgr/AFP

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1. Schauen Sie doch, wie oft s.g. Al Guardian in den letzten
atherom 02.11.2011
Zitat von sysopGroßbritanniens Streitkräfte bereiten sich offenbar*auf den Ernstfall vor. Sollten die USA militärisch gegen Iran vorgehen,*könnten sie*laut "Guardian" auf Unterstützung aus London zählen. Demnach halten die Briten einen Angriff noch vor den US-Wahlen 2012 für möglich. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,795558,00.html
Jahren über einen bevorstehenden Angriff auf Iran berichtete. Das erinnert an einen berühmten Wirtschaftjournalisten in Deutschland, der jahrelang eine Wirtschaftskrise vorhersagte. Als diese nach 10 Jahren eintrat konnte er dann sagen, dass er schon immer vor der Krise gewarnt hatte... Dass irgendetwas in Iran passieren wird, ist nicht unwahrscheinlich (es sei denn, dass die Mullahs auf andere Art und Weise aufhören werden, das Volk zu drangsalieren), Al Guardian hat es vorhergesagt. Übrigens: die Opposition in Irak hofft auf solchen Angriff.
2. Nix gelernt
Englaender 02.11.2011
Das wird ein Rohrkripierer. Was ich durch meine deutsche Sozialisation nicht verstehe ist der Rückhalt für die britische Armee in der Bevölkerung. Das kenn ich nicht von Deutschen... Ist es nicht lustig - Bush(irgendwie Rechts der MItte) und Blair(ein Hauch von Links der Mitte) und jetzt Obama (ein Hauch von Links der Mitte) und Camero (irgendiwe Rechts der Mitte) gemeinsam gegen die Achsen des Bösen... Ist der Iran die Forder- oder die HInterachse? Es scheint mir jedenfalls völlig egal, wenn man wählt oder was man macht... Ich glaub mich muss mal wieder Orwell's 1984 rausholen und nachlesen, wie dass bei uns so ist...
3. Möglicherweise will man reinen Tisch mit dem Iran machen
sukowsky 02.11.2011
Zitat von sysopGroßbritanniens Streitkräfte bereiten sich offenbar*auf den Ernstfall vor. Sollten die USA militärisch gegen Iran vorgehen,*könnten sie*laut "Guardian" auf Unterstützung aus London zählen. Demnach halten die Briten einen Angriff noch vor den US-Wahlen 2012 für möglich. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,795558,00.html
Wollen nicht hoffen, dass es Iran nun an den Kragen geht, denn dann werden wohl die Ölpreise explodieren.
4. ein Prophet?
nic 02.11.2011
Zitat von atheromJahren über einen bevorstehenden Angriff auf Iran berichtete. Das erinnert an einen berühmten Wirtschaftjournalisten in Deutschland, der jahrelang eine Wirtschaftskrise vorhersagte. Als diese nach 10 Jahren eintrat konnte er dann sagen, dass er schon immer vor der Krise gewarnt hatte... Dass irgendetwas in Iran passieren wird, ist nicht unwahrscheinlich (es sei denn, dass die Mullahs auf andere Art und Weise aufhören werden, das Volk zu drangsalieren), Al Guardian hat es vorhergesagt. Übrigens: die Opposition in Irak hofft auf solchen Angriff.
... er hätte auch wie viele andere prophezeihen können, dass es niemals eine Wirtschaftskrise gibt. Er wusste zumindest was irgendwann eintritt: die anderen kauen immer noch an den Folge oder eher lassen den Steuerzahler an den Folgen ihrer falsche Prophezeiung kauen. Mit Iran wirds nicht anders sein. Die Amis brauchen wieder einen Krieg um ihre Wirtschaft in die Gänge zu bekommen.
5. Winteroffensive 2011/12 ?
rkinfo 02.11.2011
Zitat von sysopGroßbritanniens Streitkräfte bereiten sich offenbar*auf den Ernstfall vor. Sollten die USA militärisch gegen Iran vorgehen,*könnten sie*laut "Guardian" auf Unterstützung aus London zählen. Demnach halten die Briten einen Angriff noch vor den US-Wahlen 2012 für möglich. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,795558,00.html
Wobei man da unten den Sommer meiden sollte als Kriegszeitpunkt wg. der erbärmlichen Hitze. Zudem bietet es sich an erst Syrien platt zu machen damit der Iran und vor allem dessen Bürger alleine erst mal einen politischen Frühling angehen können. Erst wenn die Iraner überall gegen die geistlichen Geisteskranken aufstehen können US/NATO-Bomben wirklich wie in Libyen einen militärischen Erfolg einleiten. Ohne die regionale Bevölkerung sind heute Kriege nicht mehr vorstellbar.
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Irans Atomprogramm
Streit
Iran unterzeichnete 1968 den Sperrvertrag für Atomwaffen . Dieser erlaubt die zivile Nutzung von Nuklearenergie und die dafür notwendige Forschung einschließlich der Urananreicherung .

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien kontrolliert die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrags; sie erstellt regelmäßig Berichte über das iranische Atomprogramm .

Der Uno-Sicherheitsrat hat in seiner Resolution 1696 vom 31. Juli 2006 Iran erstmals aufgefordert, die Anreicherung von Uran einzustellen; Teheran weigert sich unter Berufung auf den Atomwaffensperrvertrag.

Als Vermittler tritt seit einigen Jahren auch die "EU-Troika" auf, bestehend aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland.

Anlagen
Arak : geplanter Schwerwasserreaktor
Buschehr : Atomkraftwerk, im Mai 2011 nach mehrfachen Terminverschiebungen in Betrieb genommen - zunächst zu Testzwecken. Im September 2011 ging der Reaktor in Regelbetrieb, allerdings noch nicht auf voller Leistung
Isfahan : Forschungsreaktor
Jasd: Uranminen
Natans : Anlage zur Urananreicherung, angeblich mit 6000 Zentrifugen in Betrieb. Im Herbst 2009 gab Iran bekannt, nahe der Stadt Ghom eine zweite Anlage zur Urananreicherung zu besitzen.
Teheran : Forschungsreaktor
Geschichte
1974: Unter Beteiligung von Siemens beginnt bei Buschehr der Bau eines Kernkraftwerks.
1979: Nach der Revolution und der Ausrufung der Islamischen Republik wird das Atomprogramm nicht weiter betrieben.
1980-1988: Im Irak-Iran-Krieg wird der Atomreaktor in Buschehr mehrfach bombardiert und dabei schwer beschädigt.
Neunziger Jahre: Deals auf dem Schwarzmarkt mit Abdul Qadir Khan , Pakistans "Vater der Atombombe"
1995: Abkommen mit Russland zum Wiederaufbau des Atomreaktors von Buschehr
2002: Iranische Oppositionelle im Exil berichten über ein geheimes Atomprogramm.
2003: Iran unterzeichnet das Zusatzprotokoll zum Atomwaffensperrvertrag (bislang aber nicht vom Parlament ratifiziert).
2006: Der Uno-Sicherheitsrat verlangt in seiner Resolution 1696 erstmals den Stopp der Urananreicherung .
Juli 2008: Iran droht bei einem Angriff auf seine Atomanlagen mit militärischen Gegenschlägen. Das Regime testet Schahab-3-Raketen, die auch Ziele in Israel erreichen könnten.
November 2008: Iran hat nach eigenen Angaben die Zahl seiner für die Urananreicherung benötigten Zentrifugen auf 5000 erhöht.
Juni 2009: Iran hat laut Internationaler Atomenergiebehörde IAEA weitere tausend Gaszentrifugen im Atomzentrum Natans in Betrieb genommen und bisher knapp 1,4 Tonnen niedrig angereichertes Uran produziert.
Mai 2010: Nach Verhandlungen mit dem brasilianischen Präsidenten Lula und dem türkischen Regierungschef Erdogan erklärt sich Iran bereit, schwach angereichertes Uran im Ausland zu tauschen. Wenig später kündigt Teheran an, an der umstrittenen Urananreicherung auf 20 Prozent festhalten zu wollen.
Juni 2010: Der Uno-Sicherheitsrat, die EU und die USA beschließen neue Sanktionen gegen Teheran. US-Präsident Obama spricht von den bisher härtesten Sanktionen überhaupt - doch Beobachter bleiben skeptisch, ob die Strafmaßnahmen Erfolg bringen.
Sanktionen
Uno-Sanktionen: Verbot von Waffen- und Nuklearhandel, Einfrieren von Konten, Reisebeschränkungen, verhängt in Resolution 1737 (23.12.2006), Resolution 1747 (24.03.2007), Resolution 1803 (03.03.2008)

Sanktionen der USA: Vollständiger Handels- und Investitionsboykott, beruhend auf Executive Order 12959 von 1995, neue Sanktionen im Juni 2010

Sanktionen der EU: Einschränkungen für Handel und Investitionen, Einfrieren von Vermögen, Reisebeschränkungen, beruhend auf Verordnung (EG) Nr. 423/2007 des Rates (19.04.2007)

Nahost
Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad erklärt, das israelische "Besatzungsregime" müsse "aus den Annalen der Geschichte verschwinden".
Israelische Politiker, darunter auch Kabinettsmitglieder, sprechen sich für präventive Militärschläge gegen Iran aus.
Personen
Said Dschalili , Atomunterhändler seit Oktober 2007
Yukiya Amano , Generaldirektor der IAEA
Der Verhandlungspoker um die Urananreicherung
Oktober 2009: Vertreter Irans, Deutschlands und der fünf Vetomächte im Sicherheitsrat kommen zu Atom-Gesprächen in Genf zusammen.
November 2009: Die IAEA kritisiert in einer Resolution die jahrelang geheim gehaltene iranische Urananreicherungsanlage bei Ghom. Teheran reagiert mit der Ankündigung, zehn neue Uran-Anlagen zu bauen.
Dezember 2009: Iran testet die Mittelstreckenrakete Sedschil 2. Diese habe größere Zielgenauigkeit als das Vorgängermodell Schahab 3.
2. Februar 2010: Ahmadinedschad zeigt sich bereit, auf einen Vorschlag der IAEA einzugehen, der eine Anreicherung iranischen Urans auf 20 Prozent im Ausland vorsieht. Wenige Tage später rudert er wieder zurück.
7. Februar 2010: Iran verkündet, man habe niedrig angereichertes Uran von 3,5 auf 20 Prozent gebracht und sei in der Lage, es auf 80 Prozent anzureichern. Damit könnten Atomwaffen hergestellt werden.
11. Februar 2010: US-Präsident Barack Obama kündigt als Reaktion umfangreiche neue Sanktionen gegen Iran an.
1. April 2010: Nach langem Widerstand gegen neue Sanktionen ist China bereit, sich an den Verhandlungen über den Text einer verschärften Uno-Resolution zu beteiligen.
25. April 2010: Zur Abwehr neuer Sanktionen besucht Irans Außenminister Manutschehr Mottaki Österreich. Gespräche mit dem Chef der IAEA, Yukija Amano, und Österreichs Außenminister Michael Spindelegger bringen jedoch keinen Durchbruch.
17. Mai 2010: Nach Verhandlungen mit Brasilien und der Türkei lenkt Iran ein und will Uran im Ausland anreichern lassen. Doch die internationale Gemeinschaft reagiert skeptisch auf die Ankündigung.
9. Juni 2010: Der Uno-Sicherheitsrat beschließt schärfere Sanktionen gegen Iran. Sie beinhalten weitere Hürden für die iranische Finanzbranche und eine Ausweitung des Waffenembargos. Auch die USA und die EU setzen schärfere Maßnahmen gegen Iran in Kraft.
Januar 2011: Die Atomgespräche zwischen Iran und den westlichen Mächten in Istanbul scheitern. Teheran hatte weiterhin "ein Recht auf Urananreicherung" gefordert.

Uran und Atomwaffen
Uran
Uran eignet sich sowohl für die Energiegewinnung als auch für den Einsatz in Atomwaffen. Entscheidend ist der Grad der Anreicherung. Der Ausgangsstoff Uranerz besteht zu rund 99,3 Prozent aus Uran 238; das spaltbare Uran 235 macht nur etwa 0,7 Prozent aus. Für die Nutzung in Kernreaktoren muss der Anteil von Uran 235 auf drei bis fünf Prozent gesteigert werden, für eine Atombombe ist ein Anreicherungsgrad von mindestens 85 Prozent notwendig.
Anreicherung
Uranerz wird nach dem Abbau zunächst zu einem gelblichen Pulver verarbeitet, dem sogenannten Yellowcake. Es dient zur Herstellung von Brennelementen für Reaktoren, kann aber zwecks Anreicherung auch in Uran-Hexafluorid (UF6) umgewandelt werden, das bis 56 Grad Celsius in kristalliner Form vorliegt und darüber gasförmig ist.

Die meisten Anreicherungsanlagen weltweit basieren auf der Gasdiffusion: Gasförmiges Uran-Hexafluorid wird durch halbdurchlässige Membrane gepresst, wobei sich das Uran 235 vom Rest trennt. Das Verfahren gilt inzwischen jedoch aufgrund seines hohen Energiebedarfs als veraltet.

Eine modernere Methode ist die Gaszentrifuge, an der auch in Iran experimentiert wird. Bei ihr macht man sich den Massenunterschied zwischen beiden Uran-Isotopen zunutze: Wird Uran-Hexafluorid in die Zentrifugen gegeben, sammeln sich die schwereren Uran-238-Moleküle bei bis zu 70.000 Umdrehungen pro Minute außen in den Zylindern, die Uran-235-Moleküle bleiben innen.
Einsatz in Atomwaffen
Für den Einsatz in Kernreaktoren genügt es bereits, wenn Uran 235 zu drei bis fünf Prozent in den Brennelementen angereichert ist. Ab 20 Prozent ist von hochangereichertem Uran die Rede. Für eine Atombombe ist ein Anreicherungsgrad von mindestens 80 Prozent erforderlich, da sonst eine zu große Uranmenge notwendig wäre.

Uran 235 kam in der ersten jemals eingesetzten Atombombe, die am 6. August 1945 Hiroshima zerstörte, als Sprengstoff zum Einsatz. Die Sprengkraft lag bei rund 13 Kilotonnen TNT. Die Bombe, die drei Tage später auf Nagasaki abgeworfen wurde, erreichte 20 Kilotonnen TNT. In ihr kam allerdings nicht Uran zum Einsatz, sondern Plutonium 239, das per Neutronenbeschuss in Brutreaktoren aus Uran 238 gewonnen wird.

Fläche: 1.648.195 km²

Bevölkerung: 74,962 Mio.

Hauptstadt: Teheran

Staatsoberhaupt und Religionsführer:
Ajatollah Ali Chamenei

Staats- und Regierungschef:
Hassan Rohani

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