Wegen Drogenschmuggels Chinesisches Gericht verurteilt Kanadier zum Tode

In einem ersten Prozess hatte er Medienberichten zufolge eine Haftstrafe von 15 Jahren auferlegt bekommen. Nun hat ein chinesisches Gericht einen Kanadier wegen Drogenschmuggels zum Tode verurteilt.

Sicht auf das Gericht, in dem der Prozess stattfand
REUTERS

Sicht auf das Gericht, in dem der Prozess stattfand


Eigentlich war der Fall schon abgeschlossen, aber nun wurde der Kanadier Robert Lloyd Schellenberg wegen Drogenschmuggels von einem chinesischen Gericht zum Tode verurteilt. Das Urteil dürfte die Beziehungen zwischen Peking und Ottawa auf eine erneute Probe stellen.

Laut einem Bericht der "Washington Post" war Schellenberg bereits 2014 verhaftet worden und 2016 zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren verurteilt worden. Demnach wurde seine ursprüngliche Strafe von einem Berufungsgericht als zu locker eingestuft. Die Todesstrafe sei dann während eines zweiten Verfahrens verhängt worden.

Kovrig steht laut China keine Immunität zu

Am selben Tag berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, dass China dem verhafteten früheren kanadischen Diplomaten Michael Kovrig keine Immunität zugesteht. Ihm wurde vorgeworfen, Chinas nationale Sicherheit zu gefährden.

Experten schätzen die Festnahme Kovrigs als Vergeltung für die Verhaftung von Huawei-Finanzchefin Meng in Kanada ein. Die Spitzenmanagerin des chinesischen Technologiekonzerns Huawei war am 1. Dezember in Vancouver festgenommen worden. Die USA werfen ihr Verstöße gegen die Iran-Sanktionen vor und fordern ihre Auslieferung. Die Festnahme erboste die chinesische Regierung.

Das Verhältnis der Staaten ist seitdem angespannt.

höh/AFP/Reuters

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