Wegen Krankheit Deutschland und Israel verschieben gemeinsame Kabinettssitzung

Kurzfristig haben Bundeskanzlerin Merkel und Israels Ministerpräsident Netanjahu entschieden, eine gemeinsame Sitzung ihrer Regierungen auf 2010 zu verschieben: Netanjahu leide an einer Virusinfektion und Fieber. Geplant war das Treffen für Montag.


Die für diesen Montag geplanten deutsch-israelischen Regierungskonsultationen sind wegen einer Erkrankung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auf Anfang 2010 verschoben worden. Das teilte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am Sonntagabend in Berlin mit. Der israelische Ministerpräsident habe hohes Fieber. Aufgrund ärztlichen Rates hätten Kanzlerin Angela Merkel und Netanjahu vereinbart, das Treffen zu verschieben.

Auch die israelische Regierung gab die Verschiebung der Gespräche auf Anfang Januar bekannt. Netanjahu habe sich am Sonntag nicht wohl gefühlt, teilte das Amt des Ministerpräsidenten mit. Bei einer ärztlichen Untersuchung sei eine Virusinfektion "begleitet von schwachem Fieber" festgestellt worden. Der Leibarzt habe Netanjahu verordnet, dass er die Krankheit zu Hause auskurieren müsse.

Mehr als 60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wollten Deutschland und Israel zum ersten Mal in Berlin eine gemeinsame Kabinettssitzung abhalten. Mit dem Treffen wollten beide Regierungen ein weiteres Zeichen der Versöhnung setzen. Am Rande war ein gemeinsamer Besuch von Merkel und Netanjahu am Denkmal für die ermordeten Juden Europas vorgesehen. Bislang hatte es erst eine gemeinsame Kabinettssitzung gegeben. Sie fand am Rande eines Israel-Besuchs von Kanzlerin Merkel im März 2008 in Jerusalem statt.

otr/dpa/AFP



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