Weißes Haus Ex-"Time"-Reporter wird neuer Obama-Sprecher

Barack Obama hat sich entschieden: Jay Carney wird neuer Sprecher des US-Präsidenten. Der frühere Reporter des Magazins "Time" ist damit Nachfolger von Robert Gibbs, der seinen Rückzug angekündigt hatte.


Washington - Wechsel im Weißen Haus: Der frühere Journalist Jay Carney, 45, wird neuer Sprecher von Barack Obama. Carney ist zurzeit noch Kommunikationsdirektor von US-Vize-Präsident Joe Biden. Er werde Robert Gibbs ersetzen, der Anfang des Monats seinen Rückzug von dem wichtigen Posten angekündigt hatte, bestätigte ein hochrangiger Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AFP.

Carney leitete früher das Washingtoner Büro von "Time" und berichtete für das renommierte Magazin in der Amtszeit von Obamas Vorgänger George W. Bush über das Weiße Haus. Er war auch Moskau-Korrespondent.

Gibbs, einer der engsten Vertrauten Obamas, hatte vor drei Wochen erklärt, den Präsidenten künftig von außerhalb des Weißen Hauses beraten zu wollen. Er wird voraussichtlich im Wahlkampfteam für eine Wiederwahl Obamas 2012 arbeiten.

als/dpa/AFP



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 4 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Mitten in Bayern, 28.01.2011
1. aha
aha... hm da wird doch der Obama nicht eines Presseorgans hörig sein :) Man stelle sich das mal in Deutschland vor, bei Mutti :) Der Aufschrei der Opposition wär groß^^
frubi 28.01.2011
2. .
Zitat von sysopBarack Obama hat sich entschieden: Jay Carney wird neuer Sprecher des US-Präsidenten. Der frühere Reporter des Magazins "Time" ist damit Nachfolger von Robert Gibbs, der seinen Rückzug angekündigt hatte. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,742102,00.html
Das ist mal wieder bezeichnend. Die Leute, also Journalisten, die eigentlich dafür da sein sollten, die Politiker zu beobachten und ihre Taten zu bewerten, denken mitlerweile lieber an ihre eigene Karriere und vergessen die ursprüngliche Bedeutung ihres Berufes. Schon beim Irak-Krieg hat die Presse massiv versagt. Wirtschaftliche Probleme werden kaum noch angesprochen. Dieses Zusammenspiel kann für eine Demokratie nicht gesund sein. Journalisten, die einmal für eine Zeitung oder ein Magazin gearbeitet haben, sollten sich aus politischen Ämtern raushalten. Oder etwa nicht, Herr Seibert.
Lena Stern 28.01.2011
3. Mutti hat doch!
Zitat von Mitten in Bayernaha... hm da wird doch der Obama nicht eines Presseorgans hörig sein :) Man stelle sich das mal in Deutschland vor, bei Mutti :) Der Aufschrei der Opposition wär groß^^
oder eventuell was verschlafen? Folgender Link war der erste den google ausgespuckt hat: http://www.tagesspiegel.de/politik/steffen-seibert-merkels-mainzelmaennchen/1880142.html der zweite Absatz im Artikel fängt so an: Nun also ist es klar: Die Regierungschefin hat sich für einen Journalisten entschieden, dessen Gesicht in Deutschland beinahe jeder kennt.... Journalist?
dent42 28.01.2011
4. Re
Es ist in de USA durchaus üblich, das Journalisten zu Pressesprechern ernannt werden. Macht ja auch irgendwo Sinn.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.