Weitere Festnahmen Fünf US-Bürger unter Terrorverdacht

US-Behörden haben nach eigenen Angaben fünf US-Bürger festgenommen, die vor den Anschlägen am 11. September vergangenen Jahres ein al-Qaida-Ausbildungslager in Afghanistan besucht haben sollen.


Washington - Die Verdächtigen, US-Bürger jemenitischer Abstammung, seien dort im Juni 2001 an Sturmgewehren, Faustfeuerwaffen und anderen Waffen ausgebildet worden, sagte der stellvertretende US-Justizminister Larry Thompson. Alle fünf hätten das Ausbildungslager vor den Anschlägen am 11. September verlassen.

FBI-Direktor Robert Mueller sagte, es gebe keine Anzeichen, dass die Verdächtigen in naher Zukunft Anschläge in den USA geplant hätten. Was ihre Pläne gewesen seien, sei im Einzelnen noch unklar, die Ermittlung würden fortgesetzt.

Den Verdächtigen wird Unterstützung einer ausländischen terroristischen Organisation vorgeworfen, was mit bis zu 15 Jahren Gefängnis bestraft werden kann. Sie wurden nach ihrer Festnahme einem Richter vorgeführt und in eine Arrestanstalt in Batavia im US-Bundesstaat New York gebracht. Sie sind den Angaben zufolge zwischen 24 und 29 Jahren alt und wohnten in einem Vorort von Buffalo.

Das Ausbildungslager befand sich in der Nähe von Kandahar. Es ist das gleiche Lager, in dem auch der 21-jährige US-Bürger John Walker Lindh ausgebildet worden sein soll. Lindh hatte sich im Juli schuldig bekannt, ein Komplize der Taliban in Afghanistan gewesen zu sein und illegal Sprengstoff besessen zu haben.



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