Nahost-Konflikt: Israel baut 300 neue Wohnungen im Westjordanland

Israel befeuert den Nahost-Konflikt weiter: Im Westjordanland werden neue jüdische Wohnungen gebaut. Eigentlich sollten nach einem Gerichtsurteil nur fünf Wohn-Einheiten entstehen - nun lässt Premier Netanjahu noch 300 weitere errichten.

Israels Premier Netanjahu: Keine Entspannung im Nahost-KonfliktZur Großansicht
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Israels Premier Netanjahu: Keine Entspannung im Nahost-Konflikt

Jerusalem - Es ist eine Entscheidung die den ohnehin schwierigen Friedensprozess im Nahen Osten weiter erschweren dürfte. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den Bau von 300 neuen Wohnungen in einer Siedlung im Westjordanland angekündigt.

Damit reagierte der Regierungschef am Mittwoch auf ein Urteil des Obersten Gerichts, das einen aus fünf Häusern bestehenden Außenposten israelischer Siedler in den Palästinensergebieten für illegal erklärt hatte. Das Gericht hatte den Abriss der Häuser bis zum 1. Juli gefordert.

Netanjahu erklärte nun, er wolle die rund 30 betroffenen Familien in die nahegelegene Siedlung Beit Al verlagern - und zusätzlich 300 neue Wohnungen bauen. Israels Siedlungspolitik ist einer der Hauptgründe, weshalb die Friedensgespräche zwischen Palästinensern und Israelis seit drei Jahren nicht vorankommen.

Erst am vergangenen Wochenende hatte der SPIEGEL aufgedeckt, dass Israel seine U-Boote aus deutscher Fertigung mit nuklearen Waffen bestücken will. Der Deal hatte für einigen politischen Wirbel gesorgt. Die Opposition hatte vor allem kritisiert, dass die Bundesregierung ihre Waffenlieferungen an Israel nicht an Fortschritte im Friedensprozess mit den Palästinensern geknüpft hat.

jok/dapd

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insgesamt 6 Beiträge
Heinz-und-Kunz 06.06.2012
Warum nur hat es dann vor Mitte der 70er keinen Frieden gegeben? Damals gab es noch keine Siedlungen? Warum gibt es an der Grenze zu Gaza keinen Frieden? Dort gibt es schon seit Jahren keine Siedlungen mehr? Tipp: Weil [...]
Zitat von sysopIsraels Siedlungspolitik ist einer der Hauptgründe, weshalb die Friedensgespräche zwischen Palästinensern und Israelis seit drei Jahren nicht vorankommen.
Warum nur hat es dann vor Mitte der 70er keinen Frieden gegeben? Damals gab es noch keine Siedlungen? Warum gibt es an der Grenze zu Gaza keinen Frieden? Dort gibt es schon seit Jahren keine Siedlungen mehr? Tipp: Weil gewisse Kreise im Nahen Osten ganz Israel als 'Siedlung' sehen, die beseitigt werden muß. Damals wie heute.
Faceoff 06.06.2012
Der Siedlungsbau im Westjordanland begann nicht Mitte der 70er Jahre, sondern bereits 1967. Aber wer so absurd argumentiert, dem kommt es auf Genauigkeit kaum an. Der Rückzug aus Gaza war keineswegs eine Friedenshandlung, [...]
Zitat von Heinz-und-KunzWarum nur hat es dann vor Mitte der 70er keinen Frieden gegeben? Damals gab es noch keine Siedlungen? Warum gibt es an der Grenze zu Gaza keinen Frieden? Dort gibt es schon seit Jahren keine Siedlungen mehr? Tipp: Weil gewisse Kreise im Nahen Osten ganz Israel als 'Siedlung' sehen, die beseitigt werden muß. Damals wie heute.
Der Siedlungsbau im Westjordanland begann nicht Mitte der 70er Jahre, sondern bereits 1967. Aber wer so absurd argumentiert, dem kommt es auf Genauigkeit kaum an. Der Rückzug aus Gaza war keineswegs eine Friedenshandlung, sondern der 1. Teil des überhaupt nicht friedlichen Abkopplungsplans: Israel wollte möglichst viele Palästinenser mit möglichst wenig Territorium loswerden, dafür aber andere Territorien annektieren: Israels einseitiger Abkoppelungsplan (http://de.wikipedia.org/wiki/Israels_einseitiger_Abkoppelungsplan). Dass dieser von Scharon entwickelte Plan gescheitert ist und nur zu weiterer Radikalisierung führte, ist wohl kaum verwunderlich. Was lehrt uns das? Weder Frieden noch Sicherheit sind durch einseitige Maßnahmen zu erreichen, sondern nur auf Grundlage von Vereinbarungen. Die Siedlungen sind ALLE illegal, völkerrechtswidrig und zentraler Bestandteil des Konflikts. Wer sie rechtfertigt, ignoriert diese Realität.
generix4 06.06.2012
dann wüeden ja die eigenen Leute abgeschnitten zum Mutterland. Eine 3Meter hohe Betonmauer ist schon ein Hindernis. Die DDR läßt grüßen. Dieser Staat der mit Terror gegründet wurde, einen Ministerpräsident hatte der einer [...]
Zitat von Heinz-und-KunzWarum nur hat es dann vor Mitte der 70er keinen Frieden gegeben? Damals gab es noch keine Siedlungen? Warum gibt es an der Grenze zu Gaza keinen Frieden? Dort gibt es schon seit Jahren keine Siedlungen mehr? Tipp: Weil gewisse Kreise im Nahen Osten ganz Israel als 'Siedlung' sehen, die beseitigt werden muß. Damals wie heute.
dann wüeden ja die eigenen Leute abgeschnitten zum Mutterland. Eine 3Meter hohe Betonmauer ist schon ein Hindernis. Die DDR läßt grüßen. Dieser Staat der mit Terror gegründet wurde, einen Ministerpräsident hatte der einer der meist gesuchten Terroristen war, sollte über Terror anderer Staaten nicht urteilen. Mir ist die Existenz Israels vollkommen egal. Ich sehe hier nur einen permanenten Unruheherd im Nahen Osten. Ein Staat der nur durch "Spenden und Subventionen" am Leben erhalten wird sollte weniger aggressiv sein. Viele meines Jahrgangs sehen es nicht mehr ein, dass an diesen Staat Millionen von Steuergeldern fließen.
_sobieski 07.06.2012
Selbstzufriedenheit Einiges einbüßen, wenn die ersten (selbstgebastellten) Raketen aus Neukölln in der Nachbarschaft einschlagen. Mein Vorschlag: Verhandeln, Verhandeln, Verhandeln.
Zitat von FaceoffDer Siedlungsbau im Westjordanland begann nicht Mitte der 70er Jahre, sondern bereits 1967. Aber wer so absurd argumentiert, dem kommt es auf Genauigkeit kaum an. Der Rückzug aus Gaza war keineswegs eine.....
Selbstzufriedenheit Einiges einbüßen, wenn die ersten (selbstgebastellten) Raketen aus Neukölln in der Nachbarschaft einschlagen. Mein Vorschlag: Verhandeln, Verhandeln, Verhandeln.
ein anderer 07.06.2012
Als Festlandeuropäer gehören Besatzung und Widerstand zusammen wie 2 Seiten einer Medaille. Weshalb bei den besetzten Palästinenser erst nach ca. 20 Jahren so richtig der Widerstand ausgebrochen war sollte aber bei Israel [...]
Zitat von _sobieskiSelbstzufriedenheit Einiges einbüßen, wenn die ersten (selbstgebastellten) Raketen aus Neukölln in der Nachbarschaft einschlagen. Mein Vorschlag: Verhandeln, Verhandeln, Verhandeln.
Als Festlandeuropäer gehören Besatzung und Widerstand zusammen wie 2 Seiten einer Medaille. Weshalb bei den besetzten Palästinenser erst nach ca. 20 Jahren so richtig der Widerstand ausgebrochen war sollte aber bei Israel eine selbstkritische Beurteilung der Besatzungsmodalität bewirken. Die Bildung der Hamas 1986 und danach die 1. Intifada sind keine Ereignisse die aus dem nichts entstammten.
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  • Mittwoch, 06.06.2012 – 17:44 Uhr
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Geschichte Israels

Knackpunkte der Nahost-Gespräche
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Israel betont, es werde keinen Palästinenserstaat geben, solange die Sicherheit des jüdischen Staates nicht garantiert sei. Obwohl es in den vergangenen Jahren kaum noch Selbstmordanschläge palästinensischer Terroristen gibt, fühlen sich die Israelis bedroht.

Die israelischen Grenzstädte werden immer wieder von Raketen der radikalislamischen Hamas beschossen. Schlagen diese Geschosse auf israelischer Seite ein, kommt es regelmäßig zu Vergeltungsschlägen auf palästinensischem Gebiet. Die Palästinenser machen ihrerseits Angriffe durch das israelische Militär geltend.





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