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Prism-Affäre: Assange empfiehlt Snowden Flucht nach Lateinamerika

WikiLeaks-Gründer Assange (im Dezember 2012): "Keinen Erklärungen trauen" Zur Großansicht
REUTERS

WikiLeaks-Gründer Assange (im Dezember 2012): "Keinen Erklärungen trauen"

Tipps von Whistleblower zu Whistleblower: WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat Edward Snowden in der Prism-Affäre das Asyl in Lateinamerika vorgeschlagen. Dort könne er sich dem Zugriff durch die Behörden entziehen. US-Ermittler fahnden intensiv nach dem 29-Jährigen.

London - Mit der Flucht vor internationalen Strafbehörden kennt sich Julian Assange bestens aus. Nun will er sein Wissen an den Ex-US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden weitergeben. Der WikiLeaks-Gründer hat dem Whistleblower geraten, nach dessen Enthüllungen im US-Abhörskandal Asyl in Lateinamerika zu beantragen.

"Lateinamerika hat gezeigt, dass es bei den Menschenrechten vorankommt und eine lange Asyl-Tradition hat", sagte Assange, der selbst in der ecuadorianischen Vertretung in London Asyl erhalten hat, dem US-Sender CNN.

Snowden hatte sich vor drei Wochen nach Hongkong abgesetzt. Laut Rechtsexperten wäre der 29-Jährige durch das Justizsystem in Hongkong vor einer schnellen Auslieferung an die USA geschützt. Das Verfahren könnte Monate dauern. Noch liegt aber kein Antrag vor. Seit Montag ist sein Aufenthaltsort unbekannt, offenbar hat er das Hotel gewechselt.

Das von Snowden aufgedeckte weltweite US-Ausspähprogramm für Internet- und Telefonverbindungsdaten, Prism, habe keine rechtliche Grundlage, so Assange. Auch dürfe man den Beteuerungen von US-Präsident Barack Obama keinen Glauben schenken, dass keine Gespräche mitgehört würden. "Man kann überhaupt keinen Erklärungen trauen, die das Weiße Haus abgibt", sagte Assange. "Niemand hat Obama den Auftrag für eine weltweite Überwachung erteilt."

Die von Assange gegründete Enthüllungsplattform WikiLeaks hatte 2010 Tausende vertrauliche und geheime Dokumente des US-Militärs und US-Diplomatendepeschen veröffentlicht. Der 41-jährige Australier, der von Schweden in Zusammenhang mit Vergewaltigungsvorwürfen per Haftbefehl gesucht wird, hatte sich vor einem Jahr in die Botschaft Ecuadors geflüchtet. Er fürchtet, von Stockholm in die USA gebracht zu werden, wo ihm lebenslange Haft droht.

jok/dpa

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insgesamt 34 Beiträge
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1. hallo, Amerika....
Neinsowas 11.06.2013
...schön, in diesem Zusammenhang mal wieder was von J. Assange zu hören! Schade, aber mit dieser Aussage habe ich denn wohl meine Chance, doch noch mal in meinem Leben die USA besuchen zu dürfen, verspielt...
2. Kommt von Herzen...
gog-magog 11.06.2013
Man kann diesen modernen Helden nur viel Glück wünschen auf dass sie niemals von den Häschern der US-Stasi erwischt werden.
3. Von einer "freien Welt"
derandersdenkende 11.06.2013
Zitat von sysopREUTERSTipps von Whistleblower zu Whistleblower: WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat Edward Snowden in der Prism-Affäre das Asyl in Lateinamerika vorgeschlagen. Dort könne er sich dem Zugriff durch die Behörden entziehen. Die US-Behörden fahnden intensiv nach dem 29-Jährigen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/wikileaks-gruender-assange-empfiehlt-snowdon-flucht-nach-lateinamerika-a-904944.html
in eine noch freiere? Nach der voranschreitenden Beendigung des Hinterhofdaseins scheint es in der Tat so zu sein! Man hat die jahrzehntelange Entmündigung abgeschüttelt und Selbstbewußtsein kann mitunter auch Flügel verleihen. Unangebrachtes und lediglich zur Schau gedachtes Selbstbewußtsein sollte dagegen auf seinen Urheber zurückfallen.
4.
SysLevel 11.06.2013
Zitat von sysopREUTERSTipps von Whistleblower zu Whistleblower: WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat Edward Snowden in der Prism-Affäre das Asyl in Lateinamerika vorgeschlagen. Dort könne er sich dem Zugriff durch die Behörden entziehen. Die US-Behörden fahnden intensiv nach dem 29-Jährigen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/wikileaks-gruender-assange-empfiehlt-snowdon-flucht-nach-lateinamerika-a-904944.html
Welche lateinamerikanischen Länder meint der Feigling denn? Evtl. Bolivien, Venezuela, Peru, Ecuador oder Chile? Brasilien, oder weiter nördlich das Land der Blutbäche Mexico. Alles super Beispiele bez. der Achtung der Menschenrechte. Man kann sich vieles schönreden, und Assange hat darin ja viel Übung. Vielleicht sollte er aber einfach mal eine Kriminalitätsstatistik für Südamerika anschauen, um zu erkennen, dass er sich und anderen die ganze Zeit etwas vorlügt.
5. ...
ein anderer 11.06.2013
Zitat von sysopREUTERSTipps von Whistleblower zu Whistleblower: WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat Edward Snowden in der Prism-Affäre das Asyl in Lateinamerika vorgeschlagen. Dort könne er sich dem Zugriff durch die Behörden entziehen. Die US-Behörden fahnden intensiv nach dem 29-Jährigen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/wikileaks-gruender-assange-empfiehlt-snowdon-flucht-nach-lateinamerika-a-904944.html
Assange scheint eine Entwicklung in Südamerika nicht zu beachten. Seit einer gewissen Zeit mehren sich die Anzeichen, dass die alten südamerikanischen Eliten mithilfe der USA wieder die Macht übernehmen. Und mit diesen alten Eliten werden die Todesschwadronen wieder reaktiviert, so wie man das schon in Honduras beobachten kann. Süd und Mittelamerika ist Mittelfristig kein guter Ort für das Exil.
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