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Ukraine-Krise: Putin zerstört Hoffnung auf schnelle Einigung

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AP

Am Mittwoch wollen sich Merkel, Hollande, Putin und Poroschenko in Minsk treffen, um über Frieden in der Ukraine zu verhandeln. Doch in einem Zeitungsinterview zeigt sich der russische Staatschef wenig einsichtig: Die Gewalt sei Reaktion auf einen vom Westen unterstützten Staatsstreich.

Moskau - Kurz vor dem geplanten Gipfeltreffen in Minsk zeigt sich der russische Präsident Wladimir Putin wenig kompromissbereit. Die Gewalt in der Ostukraine sei eine Reaktion "auf einen vom Westen unterstützten Staatsstreich" in Kiew, sagte er der staatlichen ägyptischen Zeitung "Al-Ahram" laut Mitteilung des Moskauer Präsidialamtes. Der Konflikt werde so lange andauern, wie sich die "Ukrainer nicht untereinander einig werden".

Die Regierung in Kiew befinde sich in einer katastrophalen Sackgasse, so Putin. Bei ihrem Militäreinsatz in der Ostukraine handele es sich um eine Strafaktion, die beendet werden müsse. Und auf die umkämpfte Region dürfe kein wirtschaftlicher Druck mehr ausgeübt werden, weil dies das öffentliche Leben zum Erliegen bringe.

Das Interview wurde kurz vor einem Besuch des Staatschefs in Kairo veröffentlicht. Westliche Staaten werfen Putin vor, den Konflikt anzuheizen und den Aufständischen mit Waffen und gutausgebildeten Soldaten zu helfen. Die Führung in Moskau weist den Vorwurf der Waffenlieferungen zurück. Bei den Soldaten handele es sich um Freiwillige.

Putin, sein ukrainischer Kollege Petro Poroschenko sowie der französische Präsident François Hollande und Kanzlerin Angela Merkel wollen sich am Mittwoch in der weißrussischen Hauptstadt Minsk treffen, um einen Waffenstillstand zu erreichen. Die Arbeiten an einem Paket für eine umfassende Lösung sollen bereits an diesem Montag in Berlin fortgesetzt werden.

vet/dpa/AFP

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