Erneutes Treffen Putin lädt Trump nach Russland ein

Ein weiterer Gipfel zwischen Trump und Putin noch in diesem Jahr? Eigentlich waren die Amerikaner davon abgerückt. Jetzt verkündet Russlands Staatschef, er habe den US-Präsidenten bereits eingeladen.

Donald Trump und Wladimir Putin
DPA

Donald Trump und Wladimir Putin


Am Rande des Treffen der aufstrebenden Volkswirtschaften Brasilien, Russland, Indien China und Südafrika (Brics-Staaten) hat sich der russische Präsident Wladimir Putinoffen für ein weiteres mögliches Treffen mit dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump geäußert.

"Wir sind bereit, Präsident Trump nach Moskau einzuladen. Er hat übrigens eine solche Einladung bereits vorliegen", sagte Putin. Es müssten aber einige Konditionen erfüllt werden, bevor ein Treffen stattfinden könne, sagte er laut der russischen Nachrichtenagentur Tass.

Putin und Trump hatten sich Mitte Juli in Helsinki getroffen. Nachdem Trump aber Russlands Manipulationsversuche bei den Wahlen angezweifelt hatte, war er in den USA massiver Kritik ausgesetzt.

Pläne für Begegnung bei G20-Gipfel

Zunächst hatte Trump gesagt, er habe Putin für den Herbst ins Weiße Haus eingeladen. Dann aber rückte die US-Führung davon wieder ab - ein Besuch Putins in den USA könne erst 2019 stattfinden, hieß es nun. Auch russische Experten sagen, Putin könne erst nach Abschluss der Ermittlungen zu einer mutmaßlichen Einmischung Russlands in die amerikanische Präsidentenwahl sowie nach den Kongresswahlen im November in die USA fliegen, um die innenpolitische US-Debatte nicht zu befeuern.

Putin bekräftigte in Johannesburg, er halte ein Treffen mit Trump für sinnvoll. Zudem sagte er, es gebe Pläne für eine Begegnung am Rande des Gipfels der 20 führenden Wirtschaftsnationen Ende November in Argentinien.

Trump sei offen für einen Besuch in Moskau, hieß es aus dem Weißen Haus. Allerdings erst, wenn ihn eine "offizielle Einladung" von erreichePutin erreiche.

In einem Interview mit dem SPIEGEL hatte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen dem amerikanischen Präsidenten zuletzt Planlosigkeit im Umgang mit Russland vorgeworfen. Putin wolle die wirtschaftliche Schwäche seines Landes überspielen, indem er sich als globaler Player positioniere. Was Trump wolle, sei indes nicht zu erkennen, sagte von der Leyen.

höh/dpa/Reuters/AFP



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