Vorschlag von Putin "Wir sollten Blatter den Friedensnobelpreis geben"

"Joseph Blatter ist eine sehr respektable Person." Es gibt nicht mehr viele Menschen, die das behaupten würden. Wladimir Putin schon. Der russische Präsident findet, der suspendierte Fifa-Chef habe sogar den Friedensnobelpreis verdient.

Putin (l.) und Blatter (beim WM-Finale 2014): "Er hat eine Menge für die Entwicklung des Fußballs getan"
AFP

Putin (l.) und Blatter (beim WM-Finale 2014): "Er hat eine Menge für die Entwicklung des Fußballs getan"


Wladimir Putin hat auf seiner Jahrespressekonferenz einen ungewöhnlichen Vorschlag gemacht. "Wir sollten Joseph Blatter den Friedensnobelpreis geben", sagte der russische Staatschef. "Er ist eine sehr respektable Person und hat eine Menge für die Entwicklung des Fußballs getan", begründete Putin.

Der Kreml-Chef nannte die von der US-Justiz angestoßenen Ermittlungen gegen den Fußball-Weltverband Fifa "inakzeptabel". Gleichwohl müssten die Bestechungsvorwürfe aufgeklärt werden. "Die Ermittlungen müssen zeigen, ob es Anzeichen von Korruption bei der Fifa gibt", sagte er. Putin stellte jedoch klar, dass Russland den Zuschlag für die Fußball-WM 2018 "in einem absolut ehrlichen Wettbewerb" erhalten habe.

Bereits im Juli hatte der russische Präsident den Schweizer Funktionär für höchste Ehren vorgeschlagen. "Ich meine, Menschen wie Herr Blatter oder die Leiter anderer internationaler Sportorganisationen oder der Olympischen Spiele sollten besondere Anerkennung erfahren. Wenn es jemanden gibt, der den Nobelpreis verdient, dann sind es diese Leute", sagte Putin damals dem Schweizer Sender Radio Télévision Suisse (RTS).

Erst am Mittwoch hatte die "Weltwoche" Blatter zum "Schweizer des Jahres" gekürt. Die rechtskonservative Zeitung bezeichnete den 79-Jährigen als einen "unermüdlichen und bewundernswerten Fußballkämpfer für eine bessere Welt".

syd/Reuters



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