Annäherung Russland und Südkorea wollen Entspannung im Konflikt mit Nordkorea

Der russische Präsident Putin und der südkoreanische Präsident Moon wollen gemeinsam die Entspannungspolitik vorantreiben. Süd- und Nordkorea organisieren derweil Familienbegegnungen.

Der russische Präsident Wladimir Putin (re.) und der südkoreanische Präsident Moon Jae In (li.)
REUTERS

Der russische Präsident Wladimir Putin (re.) und der südkoreanische Präsident Moon Jae In (li.)


Russland und Südkorea wollen sich gemeinsam für eine Entspannung auf der koreanischen Halbinsel einsetzen. "Wir verfolgen weitgehend die gleichen Ansätze", sagte der russische Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen mit dem südkoreanischen Staatschef Moon Jae In.

Moon hatte zuvor bei einer Konferenz für eine trilaterale wirtschaftliche Kooperation von Russland, Nord- und Südkorea geworben. Von seinen russischen Zuhörern gab es dafür Applaus.

Russland habe sich immer und wolle sich weiter für eine Lösung des Atomkonflikts mit Nordkorea stark machen, sagte Putin der russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Moon bekräftigte den Willen zu gemeinsamen Lösungsansätzen von Moskau und Seoul.

100 Menschen aus beiden Ländern sollen Familienangehörige treffen

Das Vereinigungsministerium in Seoul kündigte derweil mit, dass kurzfristig Familientreffen zwischen Nord- und Südkoreanern organisiert werden sollen, die durch den Krieg auseinandergerissen wurden. Die Treffen sollen Ende August in einem Feriengebiet an der nordkoreanischen Ostküste stattfinden.

Jeweils 100 Menschen aus beiden Ländern sollen dann Verwandte wiedersehen oder überhaupt zum ersten Mal treffen können. Mit der Vereinbarung setzen beide Länder ihre seit Anfang des Jahres betriebene Annäherung fort.

Auf die Bedingungen für die neuen Familientreffen hatten sich Unterhändler beider Seiten bei Gesprächen über humanitäre Fragen in einem Hotel am Kumgang-Gebirge geeinigt. Mit den Gesprächen wurde zugleich ein Punkt der gemeinsamen Erklärung des Gipfeltreffens zwischen Moon und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un im April umgesetzt. Seit dem Gipfel hatten sich Militärvertreter beider Staaten bereits darauf geeinigt, die militärischen Kommunikationskanäle wiederherzustellen.

Nordkorea - Die Chronik des Konflikts

höh/dpa/AFP



insgesamt 2 Beiträge
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In Kognito 22.06.2018
1. Wer ist ideoliogisch verblendet?
Die besseren REAL-Politiker scheinen in letzter Zeit in Russland, China, Ungarn, Österreich, Italien, Ungarn und Süd-Korea zu sein!
hugahuga 23.06.2018
2.
Zitat von In KognitoDie besseren REAL-Politiker scheinen in letzter Zeit in Russland, China, Ungarn, Österreich, Italien, Ungarn und Süd-Korea zu sein!
Dem kann ich nur zustimmen. Allerdings werden die US Granden auch behaupten Realpolitik zu betreiben - allerdings ohne Rücksicht auf andere Nationen und nur zur eignen Machtausweitung. Die beiden Korea, China und Russland sind nicht das Problem. Das Problem sind die US Amerikaner.
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