Women's March Zehntausende demonstrieren in US-Städten gegen Trump

New York, Washington, Philadelphia: In zahlreichen US-Städten sind Tausende zum "Women's March" auf die Straße gegangen. Sie demonstrierten für Frauenrechte und gegen Donald Trump.

REUTERS

Zehntausende Menschen sind am Samstag in zahlreichen Städten der USA für Frauenrechte und gegen Präsident Donald Trump auf die Straße gegangen. Ein Jahr nach dessen Amtseinführung versammelten sich große Menschenmengen unter anderem in Washington, New York und Chicago. Auch in Los Angeles werden später Tausende Demonstranten erwartet. Insgesamt waren in rund 250 Städten Protestaktionen angekündigt.

Viele Demonstrantinnen trugen die pinken Wollmützen mit Katzenohren ("Pussyhats"), die zu einem Symbol der Frauenproteste gegen Trump geworden sind. Viele Teilnehmerinnen sahen angesichts der #MeToo-Debatte um sexuelle Belästigung einen aktuellen Anlass, auf die Diskriminierung von Frauen aufmerksam zu machen. Tausende hielten Plakate hoch, auf denen Parolen standen wie "Kämpfe wie ein Mädchen" oder "Eine Frau gehört ins Weiße Haus".

Trumps einjähriges Amtsjubiläum geht mit einem sogenannten Shutdown einher: Am Samstag um Mitternacht trat in den USA eine Haushaltssperre in Kraft, welche die Arbeit der Bundesbehörden weitgehend lahmlegt. Republikaner und Demokraten hatten sich zuvor im Senat nicht auf einen Übergangshaushalt einigen können.

Mit die größten Demonstrationen wurden in Los Angeles und New York erwartet, in der Facebook-Gruppe der New Yorker Demo hatten sich rund 40.000 Teilnehmer angekündigt. Die Gesamtzahl dürfte jedoch deutlich geringer ausfallen als im vergangenen Jahr, als insgesamt fünf Millionen Menschen auf die Straße gegangen sein sollen.

hut/AFP/Reuters



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karljosef 21.01.2018
1. Jede Frau, die Trump unterstützt,
hat meiner Meinung nach nicht alle Tassen im Schrank! https://www.theguardian.com/lifeandstyle/2017/oct/29/a-year-on-from-trumps-pussy-grab-nothing-has-changed
ulrich-lr. 21.01.2018
2. Tolerant
Gut, dass Sie tolerant sind. Ich muss allerdings gestehen, dass ich diese "Pussyhats" ziemlich unappetitlich finde. Diese Dinger und einige Redebeiträge der Aktivistinnen lassen einen neuen Tiefpunkt in der Auseinandersetzung deutlich werden. Jeenfalls überfordert das meine verwöhnten mitteleuropäischen Magenschleimhäute. Mir wird einfach übel.
g.eliot 22.01.2018
3. Not to worry.
Trumps Kettenhunde waren gestern in Tennessee gesammelt, um den Frauenmarsch zu stören, bestehend aus Neonazis und anderen ultrarechten Militias. Wer solche "Kampfeinheiten" hinter sich hat, muss doch vor selbst gehäkelten pinken Pussy-Mützen keine Angst haben, oder. http://www.independent.co.uk/news/world/americas/neonazi-womens-march-knoxville-tennessee-traditionalist-worker-s-party-matthew-heimbach-a8170506.html @Ulrich-Ir Hm, Frauen besitzen also auch noch die Frechheit, ähnlich wüste Beschimpfungen zu äußern wie der Möchte-gern-Diktator. Das geht natürlich gar nicht. Nicht von Frauen. Aber nun haben Sie doch wenigstens eine Idee davon, wie es den anderen geht, wenn diese Trumps Hasstiraden hören.
kobra21 22.01.2018
4. Etwas mehr Realismus
Wenn bei über 320 Millionen Einwohner in den USA mal ein paar Zehntausend für ihre Interessen demonstrieren, ist das in Ordnung. So funktionieren nun mal Demokratien. Insgesamt ist doch dabei etwas mehr Realismus betreffend der "Proteste" angebracht. Überbewertungen oder Wunschdenken ist da fehl am Platz. Die USA bestehen auch nicht nur aus New York oder Los Angeles.
ulrich-lr. 22.01.2018
5. Keine Angst
Zitat von g.eliotTrumps Kettenhunde waren gestern in Tennessee gesammelt, um den Frauenmarsch zu stören, bestehend aus Neonazis und anderen ultrarechten Militias. Wer solche "Kampfeinheiten" hinter sich hat, muss doch vor selbst gehäkelten pinken Pussy-Mützen keine Angst haben, oder. http://www.independent.co.uk/news/world/americas/neonazi-womens-march-knoxville-tennessee-traditionalist-worker-s-party-matthew-heimbach-a8170506.html @Ulrich-Ir Hm, Frauen besitzen also auch noch die Frechheit, ähnlich wüste Beschimpfungen zu äußern wie der Möchte-gern-Diktator. Das geht natürlich gar nicht. Nicht von Frauen. Aber nun haben Sie doch wenigstens eine Idee davon, wie es den anderen geht, wenn diese Trumps Hasstiraden hören.
Ich habe keine Angst vor "Pussyhats". Ich finde sie lediglich abstoßend. Ich fände das maskulinistische Äquivalent z. B. einen Nasenschoner in Penisform auch daneben. Ich finde, dass das Praktizieren wüster Beschimpfungen in jedem Fall auf schlechte Erziehung, Charakterschwäche und Stillosigkeit oder alles zusammen zurückzuführen ist. Völlig unabhängig vom Geschlecht. Jedoch passt das zum Abwärtsstrudel der politischen Kultur und dürfte ebenfalls ein Beitrag zum Verfall sein.
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