Wunschziel Europa Illegaler Einwanderer gelangt unter Grenzbeamten-Bus nach England

Ein illegaler Einwanderer hat es geschafft, unter einem Fahrzeug der Grenzpolizei unentdeckt den Eurotunnel zu durchqueren. In England gelang ihm dann auch noch die Flucht vor den Beamten.


Dover - Peinlicher Zwischenfall für die britische Grenzpolizei: 20 Beamte befanden sich laut einem Bericht der "Sunday Times" in einem Bus der Grenzpolizei, der einen blinden Passagier von Frankreich nach England gebracht hat. Bei der Ankunft am Grenzpolizeiposten in Folkestone konnte der Mann davonrennen, obwohl der Busfahrer ihn zunächst verfolgte.

Die Behörden gehen davon aus, dass der Mann unerkannt unter den Bus klettern konnte, als dieser im Terminal des Eurotunnels parkte. Während der Fahrt durch den Tunnel und durch Dover muss der Mann zwischen Tank und Chassis ausgeharrt haben. "Der Immigrant versteckte sich auf sehr kleinem Raum, von dem der Fahrer nicht wissen konnte, dass man dort hingelangen könnte", sagte eine Sprecherin des Innenministeriums.

Normalerweise droht Busfahrern, die illegale Einwanderer transportieren, eine Geldstrafe von 2000 Pfund. In diesem Fall sei das aber unwahrscheinlich, da er sein Fahrzeug ordnungsgemäß untersucht habe.

Laut der Zeitung gab es im ersten Halbjahr 2009 bislang 13.715 Verhaftungen von Menschen, die versuchten, mit Bussen und Lastwagen aus Frankreich illegal ins Land zu kommen.

sto



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