Zentralafrika Rebellen wollen offenbar Tausende Kindersoldaten freilassen

In Zentralafrika werden Tausende Kinder als Soldaten missbraucht. Nun haben mehrere Rebellengruppen laut dem Kinderhilfswerk Unicef ihrer Freilassung zugestimmt.


In der Zentralafrikanischen Republik werden Kinder häufig Opfer von Gewalt. Gerade für Kindersoldaten soll sich das nun offenbar ändern: Mehrere Rebellengruppen hätten die Freilassung Tausender Kindersoldaten zugesagt. Das meldet das Uno-Kinderhilfswerk Unicef.

Eine entsprechende Vereinbarung wurde in Bangui von den Chefs von insgesamt acht bewaffneten Gruppen unterzeichnet, berichtet auch ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP. Darin sei beschlossen worden, dass bis zu 10.000 Kindersoldaten aus den Fängen der Rebellen freikommen sollen. Außerdem solle kein neuer Nachwuchs rekrutiert werden, erklärte Unicef.

Laut Unicef-Schätzungen halten die verschiedenen Rebellengruppen in dem afrikanischen Land bis zu zehntausend Kinder in ihren Reihen und setzen sie als Kämpfer ein. In dem Report "Kinder und bewaffnete Konflikte" von 2014 berichtete die Uno bereits, weltweit würden mindestens 4000 Kindersoldaten von Armeen und bewaffneten Gruppen eingesetzt. Die Dunkelziffer liege noch deutlich höher, heißt es. Allein in Zentralafrika sind laut Unicef 2,3 Millionen Kinder in Gefahr.

vek/AFP/Reuters



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