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Flüchtlinge: Muslime warnen vor ungeregelter Zuwanderung

Aiman Mazyek: "Muslime könnten noch mehr schaffen" Zur Großansicht
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Aiman Mazyek: "Muslime könnten noch mehr schaffen"

Hunderttausende Flüchtlinge kommen nach Deutschland. Zu viel, sagt nun der Zentraltrat der Muslime. Eine Obergrenze sei "technisch" bald erreicht.

Deutschland stößt bei der Flüchtlingsaufnahme nach Ansicht des Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime (ZMD), Aiman Mazyek, an seine Grenzen.

"Moralisch kann es wegen der Werte unserer Verfassung und unserer historischen Verantwortung keine Obergrenze geben. Technisch aber schon", sagte Mazyek der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Diese Obergrenze scheint in Deutschland offenkundig bald erreicht zu sein."

Auch die Muslime in Deutschland seien bei der Integration der Flüchtlinge gefordert, fügte der ZMD-Vorsitzende hinzu. Sie leisteten bereits sehr viel - "sie könnten aber noch mehr schaffen, wenn der Staat und die Gesellschaft sie dabei unterstützen und mehr Zutrauen in unsere Integrationslotsen haben".

Durch die Flüchtlingswelle habe die Zahl der Muslime in Deutschland binnen weniger Monate um rund ein Viertel zugenommen, sagte Mazyek. Für die in Deutschland sesshaften Muslime bedeute dies einen Wandel des hierzulande gelebten Islams, aber auch einen Wandel der Sicht der Gesellschaft auf sie. Grundlage des Wandels müsse stets die Verfassung sein.

Seit Wochen schwelt der Streit um die Frage einer Obergrenze bei der Aufnahme von Flüchtlingen. Die Kanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel lehnt ein solches nationales Limit ab. Sie setzt sich für eine europäische Kontingentlösung ein.

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kev/dpa

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