Zurück ins Weiße Haus Hillary Clinton steigt in Präsidentschaftswahlkampf ein

Ihre Fans haben lange auf dieses Statement gewartet: Hillary Clinton bereitet sich - nun auch offiziell - auf eine Präsidentschaftskandidatur vor. Auf ihrer Webseite meldete die US-Senatorin: "Ich bin dabei. Und ich bin dabei, um zu gewinnen."


Washington/New York - Die Frau von Ex-Präsident Bill Clinton teilte mit, sie wolle ein Sondierungskomission gründen, um sich für die Präsidentschaftswahlen 2008 vorzubereiten. In einem Web-Video sagte Clinton: "Ich beginne nicht nur einen Wahlkampf, ich beginne auch eine Diskussion." Die Gründung eines Sondierungskomitees ist aber in den USA typischerweise der letzte Schritt vor der offiziellen Bekanntgabe der Kandidatur.

Clinton (im November): "In to win"
REUTERS

Clinton (im November): "In to win"

Der 59-Jährigen werden derzeit die besten Chancen eingeräumt, das parteiinterne Rennen bei den Demokraten um die Kandidatur zu gewinnen. Die ehemalige First Lady verfügt über ein Budget von mehr als 14 Millionen Dollar, eine große Zahl von Unterstützern und ein erfahrenes Beraterteam.

Clinton teilte auf der Web-Seite mit, die wolle in ihrer Funktion als Senatorin in den kommenden zwei Jahre alles tun, "um den Schaden, den George W. Bush anrichten kann, zu begrenzen". Aber nur ein neuer Präsident könne die Fehler Bushs wirklich rückgängig machen und "uns unsere Hoffnung und unseren Optimismus wiedergeben". Bush darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Daher müssen auch die Republikaner einen neuen Kandidaten finden.

An Clintons Seite steht ihr Ehemann Bill, der von 1993 bis 2001 US-Präsident war. Clinton ist die erste Frau eines Ex-Präsidenten, die sich um das höchste Staatsamt bemüht. Sollte sie zur Kandidatin der Demokraten gekürt werden und die Wahl im November 2008 gewinnen, wäre sie die erste Präsidentin der USA.

Als schärfste parteiinterne Konkurrenten Hillary Clintons gelten der afro-amerikanische US-Senator Barack Obama, der seine Kandidatur vor wenigen Tagen bekannt gegeben hatte, und Ex-Senator John Edwards. Für Sonntag wird die Ankündigung des Gouverneurs von New Mexico, Bill Richardson, erwartet, sich ebenfalls bewerben zu wollen.

Clinton gilt als Persönlichkeit, die die Wähler polarisiert: Von vielen wird sie bewundert, von anderen verachtet - gleichgültig stehen ihr die wenigsten Amerikaner gegenüber. Kritiker werfen ihr fehlendes Charisma und berechnendes Verhalten vor, ihre Anhänger verweisen auf ihre politische Erfahrung, ihr Arbeitsethos und ihre große Popularität unter Frauen und Jugendlichen.

itz/AFP/dpa/AP/Reuters



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