Medienbericht Zwei IS-Frauen kehren mit Kindern nach Deutschland zurück

Im Ausland sollen sie sich der IS-Terrormiliz angeschlossen haben, nun sind zwei Frauen offenbar wieder nach Deutschland eingereist. Eine Festnahme erfolgte laut einem Zeitungsbericht nicht.

Verschleierte Frauen bei einer Salafisten-Kundgebung in Offenbach (Archivbild)
DPA

Verschleierte Frauen bei einer Salafisten-Kundgebung in Offenbach (Archivbild)


Mit drei kleinen Kindern sind zwei deutsche Frauen aus dem Nordirak nach Deutschland zurückgekehrt - und auf freiem Fuß. Sie sollen in Syrien den "Islamischen Staat" unterstützt haben. Das berichtet die "Welt" unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Gegen die Frauen lagen dem Bericht zufolge keine Haftbefehle vor. Sie seien daher bei der Ankunft in Frankfurt am Main nicht festgenommen worden.

Es handle sich um eine Deutsch-Türkin aus Hessen und eine Konvertitin aus Baden-Württemberg. Die beiden seien zuletzt in einem kurdischen Frauengefängnis in Erbil festgehalten worden. Sie gelten dem Bericht zufolge als radikale Salafistinnen.

Die Bundesanwaltschaft, die gegen die Islamistinnen ermittele, hatte laut "Welt" Haftbefehle beantragt. Der Bundesgerichtshof habe diese jedoch mit der Begründung abgelehnt, dass eine konkrete Terrorunterstützung nicht bewiesen sei. Im vergangenen Jahr hatte Generalbundesanwalt Peter Frank angekündigt, verstärkt gegen Dschihadistinnen vorgehen zu wollen.

Mehr als 80 deutsche Dschihadisten sollen sich dem Bericht zufolge aktuell in Nordsyrien und im Irak in Gefangenschaft befinden. Hinzu kämen noch zahlreiche Kinder, die teilweise vor Ort geboren wurden. Zehn Kleinkinder, bei denen durch DNA-Proben eine Verwandtschaft geklärt werden konnte, wurden bislang nach Deutschland gebracht.

Video: Die brisante Liste - Deutsche IS-Rückkehrer?

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mho/dpa

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