Kabul - Bei zwei Anschlägen in Nordafghanistan sind am Mittwoch mindestens zwölf Menschen getötet worden. In dem Ort Maimanah, der Hauptstadt der Provinz Faryab, sprengte sich ein Selbstmordattentäter auf einem Motorrad in der Nähe eines belebten Parks in die Luft. Dabei kamen nach Angaben eines lokalen Polizeisprechers zehn Menschen ums Leben, 26 weitere wurden verletzt. Unter den Todesopfern sollen vier Polizisten und sechs Zivilisten gewesen sein.
Aufgrund des einsetzenden Frühlingswetters haben die Taliban und andere Gruppen ihre Offensive verstärkt. Mit der Schneeschmelze haben sie ihre Angriffe ausgeweitet, da sie nun leichter zwischen verschiedenen Orten manövrieren können.
In den vergangenen Wochen haben Aufständische dabei verstärkt Angehörige der Sicherheitskräfte ins Visier genommen. Allein in den vergangenen drei Tagen wurden landesweit drei afghanische Polizisten getötet und elf weitere entführt. Zuvor hatte am vergangenen Freitag ein Polizist neun Kollegen im Schlaf getötet. Zu dem Attentat bekannten sich die Taliban.
Bei einem zweiten Anschlag in Maimanah wurden am Mittwoch zwei ausländische Soldaten getötet. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE sind die beiden Toten Angehörige der US-Armee. Der Anschlag soll mit einem verborgenen Sprengsatz verübt worden sein.
Am Dienstag wurden nach Angaben der Internationalen Schutztruppe (Isaf) bei mehreren Angriffen im Süden und Osten Afghanistans vier Nato-Soldaten getötet. Seit die Truppen Ende 2001 am Hindukusch stationiert wurden, starben damit fast 3000 ausländische Soldaten in Afghanistan.
syd/AP/AFP
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