Bremen 19-jähriger Kickboxer prügelt Studenten ins Koma


Erst prügelte er einen Studenten ins Koma, dann attackierte er zwei Brüder mit Faustschlägen: Ein 19-jähriger Kickboxer hat im Dezember in Bremen die Debatte um jugendliche Intensivtäter angeheizt.

Gemeinsam mit anderen Männern greift der Kampfsportler bereits in der Nacht zum 10. August einen 30 Jahre alten Mann an, als der nach dem Besuch einer Disko sein Fahrrad aufschließt. Der Täter tritt dem Mann gezielt gegen den Kopf, das Opfer geht zu Boden, schlägt mit dem Kopf auf das Gehwegpflaster und zieht sich schwerste Kopfverletzungen zu. Wochenlang liegt der Mann im Koma. Da sich Zeugen nicht einig sind, welcher der Männer der Haupttäter ist, entlässt ein Jugendrichter den 19-Jährigen Ende September aus der Haft. Ohne "dringenden Tatverdacht" fehlt die Basis, ihn länger zu inhaftieren, urteilt ein Jugendrichter.

Im Dezember wird der Jugendliche erneut inhaftiert.

Zwei Brüder beobachten, wie der 19-Jährige Anfang des Monats versucht, in ein Schmuckgeschäft einzubrechen. Zweimal wirft der junge Mann einen Gullydeckel gegen die Scheibe des Juweliers. Als die beiden 27 und 37 Jahre alten Brüder ihn daraufhin ansprechen, schlägt der Kickboxer zu. Der 37-Jährige erleidet einen Nasenbruch und eine Gehirnerschütterung, dem Jüngeren wird ein Zahn ausgeschlagen.

Dann wirft der 19-Jährige den Gullydeckel zum dritten Mal gegen die Schaufensterscheibe - vergeblich. Kurz darauf überwältigen ihn Polizisten im Hinterhof des Geschäfts. Nun sitzt er wieder in Haft: Gegen ihn läuft ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung.



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