München/Kempten - Das verdächtige Rind stammt aus einem Betrieb im Landkreis Oberallgäu, wie das bayerische Gesundheitsministerium am frühen Samstagmorgen mitteilte. Das Tier wurde ausweislich der Angaben der bayerischen Rinderdatenbank am 5. Oktober 1995 geboren.
Die Probe stammt nach Angaben des Ministeriums aus einer Schlachtung des Schlachthofs in Kempten (Allgäu) am 13. Dezember. Schlachthof und Herkunftsbetrieb wurden vorsorglich gesperrt, das Fleisch sichergestellt.
Vom Schlachthof waren zunächst 57 Proben an ein privates Labor eingesandt worden. Untersuchungen am Landesuntersuchungsamt für das Gesundheitswesen in Nordbayern wurden erforderlich, nachdem bei dem privaten Labor ein positiver und vier unklare, nicht eindeutig negative Befunde erhoben worden waren.
Das Tier hatte bis zur Schlachtung den Bestand nicht gewechselt. Wenn sich der positive Befund durch eine weitere Untersuchung bestätigt, werden nach Angaben des Ministeriums alle Tiere des Bestandes getötet und beseitigt. Ihre Gehirne werden untersucht.
Das gleiche gilt für das Muttertier, Geschwister und alle direkten Nachkommen der infizierten Kuh sowie für alle Rinder, die während der ersten zwölf Lebensmonate des infizierten Tieres in dessen Bestand geboren und aufgezogen wurden und das gleiche Futter erhalten haben. Darüber hinaus wird die Fütterung des gesperrten Betriebs untersucht, die Futtermittel werden auf eventuelle Tiermehlanteile kontrolliert.
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