Hannover - Eine "gläserne Qualitätskontrolle" in der Futtermittelwirtschaft haben der niedersächsische Landwirtschaftsminister Uwe Bartels und regionale Futterhersteller vereinbart. Nach dem Gespräch am Freitag in Hannover hieß es, gemeinsames Ziel sei es, eine Qualitätskontrolle vom Ursprung der Rohstoffe über Umschlag, Transport und Verarbeitung bis hin zum Landwirt zu garantieren.
Wie ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums erklärte, wurde verabredet, in die bereits bestehenden freiwilligen Kontrolluntersuchungen auch Produkte tierischer Herkunft wie Tierfette und Tiermehle einzubeziehen. Die freiwilligen Kontrollen von Futtermitteln für alle Nutztierarten in den Futtermittelwerken und bei den Landwirten würden durch amtliche Kontrollen wirksam unterstützt. Minister Bartels empfahl den Landwirten, ihre Silos einer Grundreinigung zu unterziehen, damit Verunreinigungen auch an dieser Stelle ausgeschlossen werden könnten.
Bartels forderte in einem Brief an Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke rasche bundesweite Hilfen für BSE-geschädigte Unternehmen der Schlacht- und Fleischverarbeitungsbranche. Ohne Hilfe drohten unkontrollierte Unternehmenszusammenbrüche. Allein in Niedersachsen seien 19.000 Menschen in dieser Branche beschäftigt. Der SPD-Politiker forderte außerdem Ausgleichszahlungen für spezialisierte Rindermastbetriebe, deren Existenz auf dem Spiel stehe. Die Hilfe solle sich auf Betriebe beschränken, deren Ertrag sich nachweislich um mindestens 30 Prozent verringert habe.
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