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23.03.2001
 

Mazedonien-Krise

Bundeswehr verlegt Soldaten ins Kosovo

Offenbar hat die Bundeswehr ihre Strategie im Krisengebiet um Tetovo geändert. Jetzt werden Logistik-Einheiten für das deutsche Kontingent der Kfor-Friedenstruppe aus Mazedonien in das Kosovo verlegt. Und aus Deutschland werden 170 Soldaten in das Krisengebiet geschickt.

Berlin/Tetovo - Rund 170 Soldaten einer Panzer-Artillerie-Batterie aus Dülmen (Nordrhein-Westfalen) werden in die Krisenregion verlegt. Dies teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mit. Wie diese 170 Soldaten letztlich eingesetzt werden, entscheide der Kommandeur des deutschen Heereskontingents der Kfor, sagte der Sprecher. Ausrüstung der Soldaten - mehrere Panzer-Haubitzen - seien bereits in Prizren im Kosovo. Deutschland komme mit der Verstärkung einer Nato-Bitte nach, sagte der Sprecher.

Fallschirmjäger aus einem saarländischen Standort hielten sich bereit, um bei Bedarf ebenfalls in die Krisenregion zu fliegen. Dies geschehe möglicherweise "in den kommenden Tagen", sagte der Sprecher.

In der Gegend von Tetovo gab es unterdessen nach seinen Angaben neue Gefechte zwischen albanischen Freischärlern und mazedonischen Regierungstruppen. Rebellen hätten aus den Bergen in die Kaserne in Tetovo geschossen, in der nach wie vor etwa 140 Bundeswehrsoldaten stationiert sind. Querschläger hätten die Unterkunft der Bundeswehrsoldaten beschädigt. Es habe allerdings keine Verletzten gegeben.

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