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07.04.2001
 

MKS

Seuche stürzt EU in Finanzkrise

Die Maul- und Klauenseuche stellt die EU vor immense finanzielle Probleme. Agrarkommissar Franz Fischler beziffert die schon jetzt entstandenen Kosten auf 330 Millionen Mark.

In einer Gärtnerei im hessischen Krofdorf-Gleiberg werden tote Schafe verladen. Der Verdacht auf MKS bestätigte sich jedoch nicht.
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DPA

In einer Gärtnerei im hessischen Krofdorf-Gleiberg werden tote Schafe verladen. Der Verdacht auf MKS bestätigte sich jedoch nicht.

Berlin - Die Summe ergebe sich, wenn man nachzähle, wie viele Tiere bisher getötet worden sein, um eine weitere Verbreitung der Tierkrankheit zu verhindern., sagte Fischler der "Berliner Zeitung". Hinzu kämen noch indirekte Kosten auf Grund der von einigen Ländern verhängten Importverbote für Fleisch aus der EU. Diese Verbote könnten auch zu Problemen auf dem Milchmarkt führen.

Aus welchen Töpfen Zusatzausgaben finanziert werden könnten, konnte Fischler nicht sagen. "De facto haben wir die finanziellen Möglichkeiten vollständig ausgeschöpft", sagte er. Die EU müsse nun versuchen, die Verbraucher davon zu überzeugen, dass das Rindfleisch durch Entfernung des Risikomaterials wieder sicher sei.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Verbraucherschutz, Gerald Thalheim (SPD), hält Unterdessen flächendeckende Impfungen gegen die Maul- und Klauenseuche für wirkungslos. Thalheim schrieb im "Focus", es sei nicht möglich, erfolgreich zu impfen, da zu viele MKS-Virustypen existierten. Auch reiche das Impfstofflager nicht aus, um alle 40 Millionen Klauentiere in Deutschland zu impfen.

"Deshalb ist die Forderung nach flächendeckender Impfung zwar populär, aber im Grunde genommen Aktionismus", meint Thalheim. Für den Fall eines MKS-Ausbruchs in Deutschland werde es Notimpfungen geben, wenn die Seuche nicht durch Bestandstötung zu kontrollieren ist. Bislang gibt es noch keinen bestätigten MKS-Fall in Deutschland.

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