Berlin - Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat am Montag knapp zwei Jahre nach Beginn des Regierungsumzugs die Amtsgeschäfte im neuen Bundeskanzleramt in Berlin aufgenommen. Am Nachmittag wollte sich Schröder nach Angaben von Regierungssprecherin Charima Reinhardt zunächst mit dem Architekten des Neubaus, Axel Schultes, treffen. Anschließend wollte er als ersten offiziellen Gast den früheren französischen Staatspräsidenten Valéry Giscard d'Estaing empfangen.
Der Umzug in den 465 Millionen Mark teuren Neubau im Regierungsviertel war am Wochenende reibungslos verkaufen. Reinhardt sagte, Telefone und Computer funktionierten, die Mitarbeiter orientierten sich gerade in ihren neuen Büros. Für diesen Mittwoch ist die offizielle Eröffnung mit 900 Gästen geplant. Anschließend legt Bundesbauminister Kurt Bodewig (SPD) bei der ersten Kabinettssitzung im Neubau eine Bilanz des Regierungsumzuges vor.
Reinhardt sagte, die Mitarbeiter des Kanzleramts durchliefen zunächst eine "Orientierungsphase". Der neue Amtssitz hat eine Nutzfläche von rund 19.000 Quadratmetern und ist damit ungefähr so groß wie das alte Bonner Kanzleramt am Rhein. Schon zuvor hätten die Mitarbeiter eine "Einweisung mehr theoretischer Natur" erhalten, erklärte die Regierungssprecherin. Jetzt müssten sie noch erkunden, in welchen Büro der Kollege sitze, wo der Abteilungsleiter zu finden sei und wo die Teeküche. Im neuen Kanzleramt arbeiten 510 Mitarbeiter in 370 Büros.
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