Berlin - Der Rat soll "nahe an der Politik, dialogoffen und unabhängig" arbeiten, heißt es im Gründungskonzept.
Über die Zusammensetzung des etwa 20 Mitglieder zählenden Gremiums, dem namhafte Wissenschaftler sowie Repräsentaten des gesellschaftlichen Lebens angehören sollen, gibt es noch Unklarheiten.
Unter anderem hatte der frühere Verfassungsrichter Ernst-Wolfgang Böckenförde nach einem Bericht des "Tagesspiegel" überraschend abgesagt.
Der "Ethikrat" entsteht auf Initiative von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD). Das Gremium solle Bundesregierung und Parlament beraten, zugleich aber "auch Einfluss nehmen auf konkrete politische Entscheidungen", betonte der Kanzler bei der Gründung am Mittwoch in Berlin.
Ex-Ministerin: Keine Konkurrenz für Parlamentskommission
Die frühere Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne) fürchtet keine Konkurrenz zu der entsprechenden Enquete-Kommission des Bundestages. Bedeutung und Qualität des neuen Gremiums hingen "von der Qualität seiner Argumente" ab, sagte Fischer im Deutschlandradio. Die frühere grüne Gesundheitsministerin war wegen ihrer kritischen Haltung zur Gentechnik bekannt.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Politik | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Deutschland | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2001
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH