Berlin - Keinesfalls entsetzt hat sich US-Präsident George W. Bush über Demonstrationen gegen seine Politik in Berlin geäußert. "Ich gehe gerne in ein Land, in dem die Menschen frei ihre Meinung äußern", sagte Bush am Dienstagabend während eines Interviews in der ARD. Zu einer möglichen Intervention der USA im Irak sagte Bush: "Ich habe keine Einsatzpläne für das Militär fertig auf dem Schreibtisch. Aber ich prüfe alle Optionen." Er werde mit den Verbündeten "Klartext sprechen" über die Gefahren, die von Saddam Hussein ausgingen. "Eine Gefahr, die wir ernst nehmen müssen. Und zwar jetzt", sagte der US-Präsident.
Am Vortag des Besuchs von Bush in der Bundeshauptstadt hatten mehrere 10.000 Menschen gegen die US-Militärpolitik demonstriert. Zu den ursprünglich befürchteten Ausschreitungen kam es nicht. "Keine Zwischenfälle", meldete der Lagedienst der Berliner Polizei.
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