Hamburg - Möllemann ist nicht mehr Mitglied der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau). Dies bestätigte ein Gewerkschaftssprecher am Mittwoch in Frankfurt. Offiziell begründet wird das Ausscheiden Möllemanns damit, dass er als Inhaber mindestens eines Unternehmens mit mehreren Angestellten eindeutig Arbeitgeber sei und somit nicht Gewerkschaftsmitglied sein könne. In Gewerkschaftskreisen hieß es jedoch, die Darstellung eines Vorabberichtes der "Bild"-Zeitung sei richtig, wonach sich die IG Bau wegen der Äußerungen Möllemanns im Antisemitismus-Streit von ihm getrennt habe.
Möllemann werde bereits seit voriger Woche nicht mehr als Mitglied geführt, verlautete bei der Gewerkschaft. Die Trennung sei "im gegenseitigen Einvernehmen" geschehen, wie es immer so schön heißt. Der Zeitung zu Folge hat IG-Bau-Chef Klaus Wiesehügel dies Möllemann, der erst Anfang Oktober 2001 der Gewerkschaft beigetreten war, schriftlich mitgeteilt.
Wie bekannt wurde, gingen seit geraumer Zeit bei der Gewerkschaftszentrale zahlreiche empörte Schreiben ein, die auch Anträge für ein Ausschlussverfahren Möllemanns beinhalteten. Grund für die erbosten Briefe: Möllemanns Verhalten im Antisemitismus-Streit.
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