Berlin - Das Gremium habe Möllemann einstimmig aufgefordert, sein Amt zur Verfügung zu stellen, sagte Guido Westerwelle gut eine Stunde nach der Wahl. Er habe "eine Debatte erneut losgetreten", die mit keinem führenden Mitglied abgestimmt gewesen sei. "Nur so viel: Es muss in einer Führung so sein, dass man vertrauensvoll zusammenarbeitet." Deshalb habe das Präsidium "einstimmig Jürgen Möllemann gebeten, sein Amt als stellvertretender Parteivorsitzender zur Verfügung zu stellen".
Möllemann erklärte dazu: "Dies ist heute Abend die bitterste Stunde während meiner Mitgliedschaft und Mitarbeit in der FDP." Er wolle nun eine Nacht nachdenken und sich am Montag vor dem Bundesvorstand der FDP äußern.
"Es wäre aus meiner Sicht angemessen und fair gewesen, bis dahin mit einer Beschlussfassung des Präsidiums zu warten." Der nordrhein-westfälische Parteichef war zuletzt wegen neuerlicher umstrittener Äußerungen zur Nahostpolitik und zum Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Michel Friedman, in die Kritik geraten.
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