Mittwoch, 10. Februar 2010

Politik



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11.11.2002
 

Castor-Transport

Polizei schreibt falsche Pressemitteilungen

Die niedersächische Polizei und der Bundesgrenzschutz arbeiten im Vorfeld des anstehenden Castor-Transports mit falschen Pressemitteilungen und behaupten, es gebe eine Zusammenarbeit mit Atomkraftgegnern.

Auch im vergangenen Herbst protestierten Umweltschützer im Wendland gegen einen Castor-Transport aus Frankreich
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DPA

Auch im vergangenen Herbst protestierten Umweltschützer im Wendland gegen einen Castor-Transport aus Frankreich

Gorleben - In den Pressemitteilungen behauptet die Polizei, "gemeinsam" mit atomkritischen "Castorgruppen" seien so genannte "Info-Punkte" eingerichtet worden. Dort sollten "Anfragen und Beschwerden" aus der Bevölkerung schnell bearbeitet werden.

"Alles Quatsch", sagt der Sprecher der Anti-Atom-Initative Wolfgang Ehmcke, "es gibt keine Zusammenarbeit mit der Polizei." Im Rathaus des Gorleben-Nachbarorts Lüchow sei von der Verwaltung lediglich ein "gemeinsamer Raum" im Erdgeschoss zugewiesen worden, der durch mobile Trennwände aufgeteilt ist. Während auf der einen Seite Demonstranten Tipps zur "fanatasievollen Blockade" bekommen, setzen die benachbarten Polizeibeamten auf "Konfliktmanagement" entlang der Transportstrecke.

Polizeimotto: "Konflikte minimiert, Verletzte reduziert – Gut, dass wir auch anders können." Um den Großtransport von zwölf Castoren mit Atommüll aus Frankreich Mitte der Woche in das Nuklearlager Gorleben zu bringen, sollen über 10.000 Polizisten und Sicherungskräfte zum Einsatz kommen.

Sebastian Knauer

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